#1 6642 DRAGON "Pz.Kpfw.III (5cm) Ausf.H Sd.Kfz.141 Late Production" -SmartKit- 1/35 von Steffen 14.08.2011 17:45

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Anbieter:
Dragon

Bausatz:
Nr.6642 "Pz.Kpfw.III Ausf.H Sd.Kfz.141 'late production' "

Maßstab:
1:35

Besprechung:

Dragon hat den Bausatz aus bereits vorhanden Spritzlingen mit speziellen neuen Ausf.H -typischen Spritzlingen kombiniert, um den Pz.Kpfw.III Ausf.H auf den Markt zu bringen. Hieraus ergeben sich teilweise doppelte Spritzlings-Bezeichnungen. Um Verwirrungen zu vermeiden hat Dragon bei den doppelten Spritzlings-Namen, diese im Bauplan (in Spritzlingsübersicht und in den Bauabschnitten) jeweils einmal blau bzw. schwarz markiert (damit sind jetzt nicht die hellblau übertünchten überschüssigen Teile in der Spritzlingsübersicht gemeint).

Detailfotos einzelner Bauteile spare ich mir hier, die Detaillierung ist Dragon -typisch erstklassig. Das braucht man nicht noch einmal zu besingen.







Spritzlinge F (links oben), G Blau (rechts oben), H (links mittig), vorgebogener Messingdraht für die Scheinwerfer, Unterwanne, Turmoberteil und der zensierte Decal-Bogen


Spritzlinge A Blau (links unten), U (links oben) und V (rechts) mit seinemem separat beiliegenden Spritzlingteil zum Motordeck (rechts oben)


2x Spritzling A (links) und Spritzling E (rechts)


Spritzlinge B Blau (links) und B (rechts)


Spritzlinge S (links) und K (rechts)


Spritzlinge D Blau (links) und G (rechts)



Fazit:

Der Dragon Bausatz Nr.6642 "Pz.Kpfw.III Ausf.H Sd.Kfz.141 'late production' " ist als SmartKit ausgelegt. Man vermisst aber nichts, der Bausatz ist super und kann ohne Weiteres aus dem Kasten gebaut werden.
Die Bezeichnung 'late production' ist ziemlich irreführend. Denn, von den lieferbedingt zunächst noch verbauten älteren Laufwerkskomponenten mal abgesehen, wurden tatsächlich gerademal zwei Modifikationen direkt ab Werk eingeführt. Und diese waren zudem noch optional (siehe unten, im Abschnitt "Kurzhistorie Original" ). Alle nachfolgenden Änderungen an den Ausf.H wurden nach Auslieferung an die Truppe mittels Nachrüstsätzen vorgenommen. So findet man also originale Ausf.H mit allen möglichen Kombinationen von nachrüstbaren Modifikationen.
Mit dem Bausatz kann man nach Bauplan lediglich eine Ausf.H des Januar-März 1941 Baulos auf dem Nachrüststand von April 1941 bauen (siehe unten, im Abschnitt "Kurzhistorie Original" ). Für Ausf.H von Produktionsbeginn Oktober 1940 bis Januar/Februar 1941 liegen Bauteile unerwähnt bei (Motorwartungsluken), bzw. fehlen ganz im Bausatz (frühere Triebräder und Spannrollen mit zusätzlichen Distanzscheiben für die 40cm Kette sowie frühe Stoßdämpfer). Hingegen sind im Bausatz Teile für gerade mal zwei nachgerüstete Modifikationen enthalten. Genauer gesagt, fehlen alle nachträglichen Modifikationen ab Juni 1941. Dafür bräuchte man dann auch wieder zusätzliche Teile aus der Krambox oder vom Zubehör-Markt. Insofern ist die Karton-Bezeichnung 'late Produktion' schlichtweg falsch.

Die baulichen Darstellungsmöglichkeiten sind also ohne zusätzliche Bauteile eingeschränkt. Das mindert aber keineswegs den Bausatz an sich, der ist wie eingangs erwähnt top ! In der Bauanleitung verstecken sich wiedermal einige Fallstricke bzw. Unterlassungen.
Im Bauabschnitt 6 (seltsamerweise im Bauplan irgendwie neben Bauabschnitte 4 und 5 gequetscht) hat man bei den Nebelkerzen die Wahl zwischen gepanzertem Kasten (Teile H1, H3,H4) und ungepanzertem Kasten (Teile B21, B22, B23, B24). Wobei ungepanzerte Kästen wegen Lieferengpässen der gepanzerten Kästen nur bei frühen Ausf.H von Ende 1940 vorkam.
Der Kettenwerkzeugkasten (Teile A28 und B20) auf dem linken Kettenblech im Bauabschnitt 7 wäre eigentlich optional, da ab April 1941 nachgerüstet. Weil jedoch auf dem Kettenblech Positionierungs-Pins angegossen sind, hat man aus dem Kasten gebaut nicht wirklich die Wahl ihn wegzulassen (es sei denn, man verwendet geätzte Kettenbleche vom Zubehör-Markt).
Der Bauabschnitt 9 verwirrt bei den Motorwartungsklappen. Hier hat Dragon wohl versucht wahlweise den Einbau der Standart-Klappen mit denen der "Tropenausrüstung" aufzuzeigen. Leider ging das in die Hose. Also, für die "Tropenausrüstung" werden die Teile K12 und K17, K21 und K22 sowie 2x K11 und K16 nach Bauplan eingebaut. Zudem bei den hinteren Luken 2x die Teile K15 und K19. Für die "Standart-Ausrüstung" verwendet man stattdessen bei den großen zweiflügeligen Klappen die Teile V30 (linke Luke, vorn angeschlagen), V31 (rechte Luke, vorn angeschlagen) und die beiden Teile V32 (jeweils hinten angeschlagen). Für die beiden hinteren Luken werden für die "Standart-Ausrüstung" die beiden Teile V14 verwendet.

Die Bauabschnitte 15 bis 16 zeigen den Zusammenbau der Baugruppe Kanone/Rohrwiege/Rohrblende mit der kurzen 5cm KwK. Und hier in diesem Teil des Bauplanes wird es interessant. Bei den ersten ausgelieferten Bausätzen war die 50mm Rohrblende mit den beiden größeren Sichtklappen im Karton. An sich war das nicht falsch. Denn die 50mm Rohrblende konnte ab Februar 1941 alternativ zur 35mm Rohrblende mit den beiden kleineren Sichtklappen ab Werk in der Ausf.H verbaut werden. Und tatsächlich finden sich einige Originalfotos von Ausf.H mit der dickeren 50mm Rohrblende. Standart war diese Rohrblende jedoch erst bei der nachfolgenden Ausf.J.
Nun wurden allerdings die größeren Sichtklappen der 50mm Rohrblende bei Dragon als falsch für eine Ausf.H kritisiert, Dragon reagierte sofort und änderte den Spritzling. Nun liegen also in allen nachfolgend ausgelieferten Bausätzen die 35mm Rohrblende mit den kleineren Sichtklappen (wahlweise mit Aufdickung oder als glatte Variante) bei, so auch in meinem hier vorgestelltem Bausatz. Die 50mm Rohrblende liegt nicht mehr bei. Schade, dann hätte man beide Varianten der Rohrblende bauen können.

Das Gewicht der 35mm Rohrblende wurde im Turminneren durch ein simples Gegengewicht ausgeglichen. Bei der schwereren 50mm Rohrblende wurde deren Gewicht durch einen Federausgleicher ausgeglichen, welcher von innen am Turmdach angeschraubt war. Die 8 Schrauben des Federausgleichers müssen auf dem Turmdach nach Bauplan verspachtelt werden, da man ja nur noch die 35mm Rohrblende im Bausatz hat.

Laut Bauplan soll E9 die 35mm Rohrblende sein, tasächlich ist es E15. Und die beiden kleineren Sichtklappen sollen E5 sein, tatsächlich sind es E16. Das Bauteil E9 war die nun nicht mehr enthaltene 50mm Rohrblende, E5 sind die noch vorhandenen größeren Sichtklappen für die 50mm Rohrblende. Also Vorsicht, Dragon hst vergessen die geänderten Teile auch im Bauplan zu ändern.

Schlußsatz : Man hat hier einen herrlichen Bausatz, welcher ohne Detailfehler an den Bausatzteilen direkt aus dem Karton gebaut werden kann.

Kurzhistorie Original:

Insgesamt war die Ausf.H von vorn herein als eine Zwischenlösung bis zur Produktionseinführung der nachfolgenden Ausf.J gedacht. So war die Ausf.J bereits vor Baubeginn der Ausf.H in Planung und Vorbereitung. Nach Reichsminister Dr. Todt im Juli 1940 sollte die Produktion der Ausf.H so klein wie möglich gehalten werden. So war geplant, nur 250 Ausf.H zu bauen; 50 bei Daimler-Benz, 16 bei Henschel/Wegmann, 112 bei MAN und 72 bei Miag.
Zuerst gegann Daimler-Benz im Oktober 1940 mit dem Bau der Ausf.H , gefolgt von MAN im November 1940 und schließlich folgten auch Henschel in Miag im Dezember 1940.
Bei Daimler Benz ergaben sich folgende monatliche Produktionszahlen; 16 im Okt., 16, im Nov., 1 im Dez.'40, 13 im Jan.'41, 1 im Feb., 3 im Mrz.
Von MAN sind keine monatlichen Produktionsunterlagen erhalten, jedoch wurden nach dem britischen Geheimdienst MI10 im November 1940 5 Stück und im Dezember 25 Stück gebaut.
Die monatliche Produktion bei Henschel/Wegmann ergibt sich wie folgt ; 10 im Dez., 16 im Jan., 8 im Feb. und 7 im Mrz.'41. Dazu wurden noch weitere Unterwannen von Henschel gebaut, welche bei Wegmann Oberwanne und Turm erhielten ; 2 im Dez., 5 im Jan., 4 im Feb. und 14 im Mrz.'41. Wegmanns Produktionshallen lagen direkt gegenüber denen von Henschel auf der anderen Straßenseite.
Die tatsächlichen Gesamt-Produktionszahlen schauen dann so aus : 50 bei Daimler Benz in Berlin-Marienfelde (Fgst.Nr.66001-66050) , 98 bei MAN in Nürnberg (Fgst.Nr.66101-66198 ) , 72 bei Miag in Braunschweig (Fgst.Nr.66301-66372) und 66 bei Henschel/Wegmann in Kassel (Fgst.Nr.66401-66466).

Veränderungen der Ausf.H gegenüber zur vorherigen Ausf.G :

* Wanne : 7./Z.W. Serie
* neues synchronisiertes Schaltgetriebe SSG 77 (bis Ausf.G Maybach Variorex Schaltgetriebe verbaut)
* Verbindungsflansch zwischen Getriebe und Motor jetzt am Motor (bis Ausf.G noch am Getriebe)
* Ladeschützensitz an Motorschottwand montiert (so nur bei Ausf.H und nachfolgender Ausf.J geschehen)
* aufgebolzte 30mm Zusatzplatten ab Werk (eigentlich schon ab späten Ausf.G)
* neue gegossene Triebräder 021 St 39008 mit 21 Zähne und neue Spannrollen mit 8 Speichen
(einige sehr frühe Ausf.H von Daimler-Benz hatten noch die vorherigen Triebräder und Spannrollen, allerdings mit Abstandshaltern für die breitere Kette versehen)
* breitere 40cm vom Typ Kgs61/400/120
* neue Schwingungsdämpfer (Stoßdämpfer) vom Typ HT 70 Bauart Hemscheidt 021 St 39006
(wobei aufgrund von Lieferengpässen viele der ersten Ausf.H noch die vorherigen Stoßdämpfer 021 B 92009 hatten, z.b. bei Daimler-Benz und MAN)
* andere Traghaken an Oberwanne
* Funker-MG34 mit geänderter Kugelblende
* versetzte Fahrer-Sehklappe
* gepanzerter Kasten für N.K.A.V (Nebelkerzenbehälter) am Heck (bei frühen Ausf.H aufgrund Lieferengpässen noch ohne Panzerkasten)
* verbesserte Kettennachstellung 021 B 39004/39005 (Kettenspanner)
* neue Turmform Z.W. 39 (vergrößert)
* Handrad für Ladeschützen-Hilfsantrieb durch Handkurbel ersetzt
* Rutschkupplung bei Ausf.H durch Turmschwenkwerk ersetzt
* Gewicht der 5cm KwK und der 35mm Rohrblende wurde intern durch ein Gegengewicht am Rückholergehäuse ausgeglichen.
* nach links versetze Signalklappe auf dem Turmdach
* Kommandantenkuppel 021 B 39032

Während der Produktion ergaben sich ab Werk nur folgende Änderungen :

* ab Feb.'41 wurden alle für heiße Klimazonen bestimmten Fahrzeuge (Temperaturen über 28°C) mit der Tropenausrüstung ausgestattet
* ab Feb.'41 konnte alternativ zur 35mm Rohrblende eine 50mm Rohrblende mit Federausgleicher im Turminneren verbaut werden.

Weitere Modifikationen wurden nachträglich nach Verlassen des Werkes bei der Truppe mit Nachrüstteilen vorgenommen :

* ab Januar '41 Tropenausrüstung für heiße Klimazonen (ab Werk erst ab Feb. - siehe vorigen Absatz)
* Ab März '41 Umbau einiger Ausf.H zu Tauchpanzern
* offiziell per In 6 ab April '41 Turmstaukasten an Turmheck und Kettenwerkzeugkasten auf Kettenblech
* ab Juni '41 Anhänge-Kupplung für Treibstoffanhänger
* ab August '41 Luftfilter duch verbessertes System ersetzt, wo Luft außerhalb des Motorraums angesaugt wurde
* ab September '41 Leitbleche unter Hecküberhang
* ab September '41 Ersatzlaufrollen auf den Kettenabdeckblechen
* ab November '41 am Bug 11 Ersatzkettenglieder
* ab April '42 Kampfraumheizung (mittles Warmluft, Motorkühlung) in Motorschottwand eingebaut
* ab November '42 Kühlwasserübertragung, Vorwärmgerät Bauart Fuchs, Kampfraumheizung (mittels Warmwasser, Motorkühlung) sowie andere Ketten mit Gleitschutzstollen, zusätzlichen Schneegreifern für die Ketten, oder Winterketten

#2 6642 DRAGON "Pz.Kpfw.III (5cm) Ausf.H Sd.Kfz.141 Late Production" -SmartKit- 1/35 von 14.08.2011 19:16

Hi Steffen.

Vielen Dank für die tolle Vorstellung! Wie immer extrem informativ und spannend!

Tschüss.
Claudio

#3 6642 DRAGON "Pz.Kpfw.III (5cm) Ausf.H Sd.Kfz.141 Late Production" -SmartKit- 1/35 von swimstar93 14.08.2011 20:07

Wow. Absolut traumhafte Vorstellung ... danke für die Mühe, war sehr interessant zu lesen.

#4 6642 DRAGON "Pz.Kpfw.III (5cm) Ausf.H Sd.Kfz.141 Late Production" -SmartKit- 1/35 von Panzer-Meier 16.08.2011 16:23

*sabber,stöhn,hechel* ... auch haben will

#5 6642 DRAGON "Pz.Kpfw.III (5cm) Ausf.H Sd.Kfz.141 Late Production" -SmartKit- 1/35 von trex 17.08.2011 06:54

Hallo Steffen,

Sehr informative Bausatz-Vorstellung.

Und Du hast Recht, beim Panzer III Ausf.H sind (gemäß Panzer-Tracts) demnach sowohl die 35 mm als auch die 50 mm Walzenblende verbaut worden.
Trotzdem scheinen auch an der Ausf. H immer die „kurzen“ Blendenklappen verbaut worden zu sein und erst ab der Ausf.J die „langen“
Auch wenn das Foto auf Seite 3-2-80 eine 50 mm Walzenblende darstellen sollte, die Blendenklappen sind eindeutig die kurzen.
Zum Vergleich (aus dem angegebenem Foto auf Seite 3-2-80 heraus gemessen): das Verhältnis Walzenblendenhöhe/Blendenklappehöhe ist dabei 2,5/1 (= 22,7/9,1 mm im Foto) und ab Ausf. J 1,8/1 (= 23,5/13 mm, s.h. auch Panzertracts No 3-3, Seite 3-3-55, Foto aufgenommen in fast gleichem Winkel wie auf Seite 3-2-80, Panzertracts No. 3-2)
Was auf dem Foto „fehlt“ ist die für die „kurze“ Blendenklappe charakteristische vertikale Gussrippe in der Mitte der Klappe.
Warum das hier so ist, dafür habe ich keine Erklärung, die Höhe der Blendenklappe weist aber dieselbe Höhe auf wie die an all den anderen Fotos der Ausf. H auch.

Und die von Dragon vorgegebene Schraubenanordnung am Turmdach ist für eine Ausf. H und J mit der 5 cm KwK L/42 (also „kurz“) falsch, die 8 symmetrischen Schraubenlöcher sind in jedem Fall zu verschließen, egal welche Walzenblende verwendet wird.
Diese 8 Schrauben(löcher) am Dach wurden erst mit der langen 5cm KwK L/60 eingeführt (also ab Ausf. „L“), da dabei ein zusätzlicher Drehstab Federausgleicher zum Einsatz kam um das höhere Gewicht des längeren Rohres auszugleichen. Dieser Drehstab-Federausgleicher wurde dabei mittels den 8 Schrauben am Turmdach befestigt.

Dragon hatte ja zuerst die Ausführung J „3 in 1“ als Smart-Kit herausgebracht und dabei das für die 5 cm KwK/L60 richtige Turmdach mit den 8 Schrauben. Bei der Ausf. J „Initial“ wurde der gleiche Turm übernommen, ebenso wie jetzt für die Ausf. H.
Allerdings wurde der Sptziling "E" modifiziert, und die Walzenblende mit nur einer Blendenklappe (ab späte Ausf. L) weggelassen, dabei die kurzen Blendenklappen und noch Anderes an dieser Stelle integriert.

#6 RE: 6642 DRAGON "Pz.Kpfw.III Ausf.H 'late production'" von Steffen 18.08.2011 14:47

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Hallo Erich.

Stimmt du hast Recht. Die glatten Sichtklappen im Bausatz sind auch kurz. Da hab' ich mich durch eine optische Täuschung irre leiten lassen. Durch die 'Gußrippe' wirken diese Sichtklappen kleiner als die mit der glatten Oberfläche. Möglicherweise war kurze glatte Sichtklappe der Vorläufer der längeren Sichtklappe, diese ist ja ebenfalls glatt. Da die Ausf.H als Übergangslösung zur Ausf.J gedacht war, könnte das eine logische Erklärung sein.

Mit dem Federausgleicher stehe ich jetzt etwas auf dem Schlauch, da ich das Panzer Tracts 3-3 nicht habe. In Panzer Tracts 3-2 steht im Abschnitt zum Ausf.H drin, dass der Federausgleicher zur schwereren 50mm Rohrblende gehört, welche ab Februar 1941 ab Werk alternativ zur 35mm Rohrblende verbaut werden konnte. Somit impliziert das die kurze 50mm KwK. Denn die längere L/60 Kanone wird dort mit keiner Silbe erwähnt. Somit bleibt die Frage, ob der Federausgleicher tatsächlich schon mit der schwereren 50mm Rohrblende eingeführt wurde, oder doch erst mit der längeren L/60 KwK ...

#7 6642 DRAGON "Pz.Kpfw.III (5cm) Ausf.H Sd.Kfz.141 Late Production" -SmartKit- 1/35 von trex 18.08.2011 16:42

Hallo Steffen,

Dieses Foto zeigt den ab der Ausf.L (oder „späten“ J) eingebauten „Drehstab-Federausgleicher“ (rot umrandet) zur Kompensation des längeren und schwereren Rohres der 5 cm Kwk/L60. Dieser Drehstab ist mit den „ominösen“ 8 Schrauben im Dach befestigt.


Bildquelle:http://img840.imageshack.us/img840/3519/pziiil07.jpg

Um jetzt keine Copyright Verletzungen zu begehen, versuche ich eine Beschreibung anstatt der Bilder aus Panzertracts 3-2 und 3-3.

Bei der 5 cm KwK/L42 mit der 35 mm Walzenblende wurde das Gewicht des Rohres durch ein Ausgleichsgewicht am Abweiser (an dem dann der Hülsenfangsack befestigt war) kompensiert (s.h. auch Panzer Tracts 3-3, Seite 3-3-11).
Das zusätzliche Gewicht der 50 mm Walzenblende wurde durch einen zusätzlichen „Schraubenfederausgleicher“ kompensiert, für den ich aber bisher nirgends eine visuelle Umsetzung gefunden habe, aber für den diese 8 Schrauben am Dach nicht erforderlich sind.

Bei Verwendung des Vorpanzers an der 50 mm Walzenblende in Kombination mit der 5 cm Kwk/L60 war zusätzlich zum neu eingeführten „Drehstab-Federausgleicher“ der (schon bekannte) Schraubenfederausgleicher montiert. Soll heißen, bei Einbau der 5 cm KwK/L60 in die 50 mm Walzenblende wurde diese alleine durch diesen „Drehstab-Federausgleicher“ ausbalanziert und bei zusätzlichem Anbau des Vorpanzers, kam der „Schraubenfederausgleicher“ nochmals dazu.

Bezüglich der Sichtblende auf dem von Dir erwähnten Foto hätte ich mich auch täuschen lassen, deshalb hab ich nochmals nachgemessen.

#8 RE: 6642 DRAGON "Pz.Kpfw.III Ausf.H 'late production'" von Steffen 18.08.2011 20:52

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Aha ! „Drehstab-Federausgleicher“ und „Schraubenfederausgleicher“, das sind also zwei Paar Schuhe, die es da gab.

Ich hab eben zur Sicherheit noch mal ins Panzer Tracts 3-2 geschaut. Und dort steht beginnend auf Seite 3-2-79 in der rechten Textspalte unten : "As an option, the 50mm Walzenblende with Federausgleicher (counterbalance spring) could be used instead of the 35mm Walzenblende". Sonst steht zum Thema 50mm Walzenblende nix im Panzer Tracts 3-2. Das ist jetzt natürlich reichlich irreführend nur pauschal "Federausgleicher" in Panzer-Tracts 3-2 zu schreiben. Da muß man schon neben Band 3-2 auch noch Band 3-3 besitzen und dann auf die Idee kommen, über beide Bände von der Ausf.H zur Ausf.J quer zu lesen. Um hierdurch zu bemerken, dass es zwei verschiedene Federausgleicher gab. Sonst bin ich ein großer Befürworter der erstklassig recherchierten Panzer Tracts Bände, aber hier in diesem speziellen Fall haben die Autoren klar versagt und es versäumt Sachverhalte klar verständlich zu erläutern.

#9 6642 DRAGON "Pz.Kpfw.III (5cm) Ausf.H Sd.Kfz.141 Late Production" -SmartKit- 1/35 von Panzernarr 19.08.2011 00:21

Hi Steffen.

Na das sieht ja mal nach 'nem klasse Bausatz aus, was hast denn damit vor? Machst da 'nen DAK Fahrzeug draus? Glaube die 21. Pz. Div hatte davon ja so einige im Bestand. Ich habe mir vor kurzem den Pz. III Ausf. J Smart Kit von Dragon bestellt, mal schauen ob der mit dem neuen Ausf. N Bausatz mithalten kann.

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