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#1 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von trex 06.08.2011 10:23

Wertes Forum,

Im Folgenden möchte ich auch dieses Forum mit meinen Modellen “belästigen” und starte hiermit einen einfachen Baubericht über mein aktuelles Modell.

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, liegt mein Hauptinteresse am Bau von Modellen die Fahrzeuges des Nordafrikanischen Kriegsschauplatzes zwischen 1940-1943 darstellen. Nachdem ich mehrere Modelle des DAK und der Regio Escerito gebaut habe, ist nun was „Britisches“ dran.
Meine Vorlage soll einen Sherman MkIII, Direct Vision, „Early Production“, der 1st Armoured Division, 2nd Armoured Brigade, 9th Royal Lancers darstellen. Eine Aufnahme des Imperial War Museums zeigt den Panzer am 26.12.1942, am sogenannten „Marble Arch“, einer Pistenkreuzung bei El Agheila.


Quelle: IWM photos

Dieser „early production“ Sherman M4A2 dürfte bei „General Motors Fisher Body Division“ gebaut worden sein.
Als einzige Markierung ist auf den mir zur Verfügung stehenden 3 Fotos nur die WD- Nummer „T74371“ eindeutig zu identifizieren. Aufgrund der Position und Größe der am linken Sandschild-Vorderteil von der brit. Zensur „abgedeckten“ Markierung und Recherchen bezüglich derjenigen Einheiten der 2ndAB, 1st Armoured Div., die zu Weihnachten 1942 in der Nähe von El Agheila waren, sowie Unterstützung durch das Armorama-Forum, dürfte dieser Sherman höchstwahrscheinlich zu den „9th Royal Lancers“ gehören, womit die AOS-Nummer „86“ (die auf dem linken Kotflügel abgedeckt wurde) zu verwenden ist. Das Divisionszeichen der 1.Armoured Div. könnte dabei in einem gemeinsamen roten Feld mit der AOS-Nummer aufgemalt worden sein (zumindest führt Archer unter der Artikelnummer AR35174 einen Satz mit derartigen Markierungen), was insofern ungewöhnlich wäre, da das „Rhino“ üblicherweise in weiß, in einem schwarzen Oval, dargestellt wird. Allerdings zeigt ein anderes Bild an einem Sherman der „Queens´s Bays“, Anfang 1943 auf einer Piste am „Gabes Gap“, dessen AOS-Nummer „40“ und das Divisionsabzeichen der 1st Armd. Div. ebenfalls in einem gemeinsamen (diesmal schwarzen) Rechteck. Aber da es bis zum Anbringen der Decal´s noch etwas dauern wird, denke ich bis dahin noch etwas Klarheit zu erhalten.

Unklarheit besteht auch noch bezüglich der Farbgebung: In „The new Breed“ von Dennis Oliver und Mike Starmer, in der meine Vorlage auch abgebildet ist, wird der Basis-Farbton als „Light Stone 61“ identifiziert, was die Autoren mit dem geringen Kontrast zwischen der Basisfarbe und der Kreideaufschrift (die mit Sicherheit weiß ist) begründen. Allerdings geben die Autoren auch an, das die Sherman der 2ndAB ab Ende 1942 gemäß ME order G.01650 vom Oktober 1942, in „Desert Pink Z.I“ mit Tarnstreifen in „Dark (Olive) Green PFI“ lackiert waren. Da die Autoren auf weiteren Fotos der 2ndAB, aufgenommen an der tun./lyb. Grenze, Anfang 1943 den Basiston mit „Desert Pink Z.I“ angeben und dieser auf den S/W-Fotos eher zu meinem Sherman passt, werde ich das „Desert Pink Z.I“ lackieren.
Das „Dark (Olive) Green PFI“ ist nachvollziehbar, da die „dunkle“ Farben an den Sandschildern deutlich heller ist, als der (schwarze bzw. dunkelgraue) Gummi der Laufrollenbandangen und auf einem der 3 Fotos aufgesessene Infanterie zu sehen ist, deren dunkle, (somit khakifarbene) Uniformen denselben „Grauton“ aufweisen wie die am Turm- und Wannen auflackierten Tarnflecken.


Obwohl ich ursprünglich den Sherman MkIII DV „Initial Production“ von Cyber-Hobby für diesen Nachbau vorgesehen und auch gekauft hatte, habe ich mich letztendlich doch dafür entschieden den Tasca-Kit, British Army Sherman III Direct Vision Type w/early VVSS Suspension, Kit No. 35017 zu verwenden, da dieser von der Form des Radio Pots („D-shaped version“), der ebenfalls im Bausatz enthaltenen „ early cast nose“ und einigen anderen Details meiner Vorlage am Nächsten kommt.



Wesentlichste Änderung ist der Einbau der Sherman „suspension boogies“ von AFV-Club. Zwar sind die Tasca boogies hervorragend detailliert, aber meine Modellvorlage verfügt über das VVSS boogie assembly Type D47527 mit dem initial return roller bracket Type C95129 und dem „symmetrical bump skid“ (die bei meinem Modell von Academy kommen)., die im Tasca Bausatz nicht dargestellt sind.
Die AFV boogies weisen die richtige Gussform im Bereich des „supension brackets“ auf, und zeigen im Prinzip den Stützrollenhalter C95129, obwohl der Stützrollenlagerbolzen auf derselben Höhe positioniert ist, als wäre der später eingeführte „spacer“ montiert um andere als die ursprünglichen Ketten vom Typ T41 zu montieren.

Allerdings fehlen den AFV-boogies einige spezifische Details, die ich (so gut als möglich) versucht habe nach zu detaillieren, also die Einbuchtung an der Anschlussfläche zum Wanne, geschlossene „suspension arms“, einige Bohrungen zur Darstellung von Gewindelöchern, sowie Sechskant-Schraubenköpfe (anstatt der später verwendeten Muttern auf Stehbolzen) zur Fixierung der Lagerschalen für die „suspension arm“ Lagerbolzen an den boogies.
Um mir den Laufwerkssatz von Tasca zu erhalten habe ich mir die „stamped spoked road wheels“ von Tiger Models besorgt, die bereits über die charakteristischen Nieten in der Felge verfügen.






Anm.: Leider habe ich die Hohlbohrungen nicht in allen Lagerwellen zentrisch hinbekommen.



Die Laufräder von TMD sind hervorragend detailliert, allerdings sind (zumindest bei meinen) die Laufflächen zum Teil erheblich versetzt gegossen und die Bohrungen für die Lagerwellen an fast allen 12 Rollen asymmetrisch vorgebohrt, was zur Korrektur letztlich genauso viel Arbeit(szeit) erfordert, als würde man an den Tasca Laufrollen die 12 winzigen Nieten pro (sichtbarer) Laufrollen(aussenseite) anbringen.

Wie ich mittlerweile herausgefunden habe, existieren die einzigen „echten“ VVSS bogie assemblies Type D47527 mit dem „initial return roller bracket Type C95129“ in Modellbauform nur in dem DRAGON Bausatz des M4A1 „Early Version“, Kit Nr. 6048, von dem ich inzwischen 2 Bausätze via ebay ergattert habe. Damit werden künftige Umbauten einfacher, für die Adaptionen an den AFV bogies habe ich nämlich gut eine Woche gebraucht.

mfg, Erich

#2 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von trex 06.08.2011 10:40

Der (bisherige) Zusammenbau des Tasca Bausatzes ist absolut problemlos. Die Passgenauigkeit und Detaillierung ist ein Traum, verglichen mit den von mir bisher gebauten Italeri, Zvedzda, Dragon und auch Tamiya Bausätzen.
Gegenüber den Sherman´s von Dragon ist die umfangreiche (und vor allem genaue) Darstellung der Kühl(abluft)- und Auspuffanlage bei den Tasca Bausätzen ein deutlicher Pluspunkt. Auch sind die Abmessungen der klappbaren Motorraumabdeckgitter bei Tasca (und auch Academy) exakter als bei den Dragon M4A2 Bausätzen; bei denen sie um 2 mm zu kurz sind.

Folgt man beim Zusammenbau der 6-teiligen Unterwanne genau der Tasca-Anleitung, gibt es eigentlich keine Probleme beim Erstellen dieses doch recht komplexen Bauteiles. Allerdings haben sich bei mir die beiden unteren „Sponson“ Abdeckungen im rot markierten Bereich hochgebogen, was ich leider erst nach dem Durchtrocknen der Teile bemerkt habe, und nun beim Einbau der Wasserkühlereinheit zu Passungenauigkeiten führt.



An sich nichts Problematisches und mit etwas Materialabtrag zu beheben. Man kann sich das aber im Vorfeld ersparen, wenn man darauf achtet, dass die „Sponson“Abdeckungen über ihre gesamte Länge gerade ausgerichtet sind und bleiben.


Im Weiteren habe ich einige von Tasca „übersehene“, bzw. nur schwach nachgebildete Schweißnähte erstellt und die Wasserablauflöcher in den diversen Panzerabdeckungen aufgebohrt.



Unsicherheit besteht bezüglich der beiden rot markierten diagonalen Schweißnähte, da diese nicht an allen M4A2 Sherman zu finden sind. Zumindest bei „Fisher Car Bodies“ gebaute M4A2 dürften alle diese Schweißnähte haben, von Pullman zum Teil ausgelieferte M4A2 haben an dieser Stelle die Stahlplatte abgekantet und somit keine Schweißnaht. Welche Teile „American Locomotive Company“, „Baldwin Locomotive Works“ und „Federal Machine und Welder“ (FMW) bezogen und ausgeliefert haben, konnte ich bisher nicht eruieren.
Insofern ist die Wanne des Cyber-hobby Sherman MkIII DV „Initial Production“, an der keine Schweißnähte an diesen Stelle dargestellt sind, diesbezüglich nicht unbedingt falsch, denn von seiner „Radio pot“-Form her kann er sowohl als Pullman sowie auch als Fisher Produkt gebaut werden
Als Hinweis: In „Armor PhotoGallery M4A2 Sherman“ findet sich ein Foto, das eine „very early“ M4A2 Rohwanne (noch mit den Einbauöffnungen für die beiden doppelten Bugmaschinengewehre) auf der Schweißvorrichtung bei „Fisher Car bodies“ zeigt, die interessanterweise mit dem „ovalen Radio pot“ versehen ist, der üblicherweise Pullman und American Locomotive zugeschrieben wird, und an der eindeutig diese schrägen Schweißnähte zu erkennen sind.

Da meine Vorlage aufgrund der (D-shaped) Form des radio pots von „Fisher car bodies“ stammen dürfte, habe ich die Schweißnähte nachgebildet. Zwar hat eben auch Baldwin eine „D-shaped radio pot form“ verwendet, aber diese ersten „Initial“ und „Early“ M4A2, die bis zum Jahresende 1942 in der lybischen Wüste zum Einsatz gekommen sind, können aus (Transport)Zeitgründen (ca. 2 Monate für die Überfahrt von den USA nach Ägypten + Zeit für britische Umrüstungen) nur von Pullman und Fisher stammen.
Als Hinweis: Die M4A2 Produktion begann im April 1942 bei „Fisher Body“ und „Pullman Standard“, bei „American Locomotive Company“ ab September, bei „Baldwin Locomotive Works“ ab Oktober und bei „Federal Machine Welder“ ab Dezember 1942.





Die Schweißnähte sind zum Teil aus Milliput (seitl. Naht der Bugplatte, Radio pot, Heckplatte der Oberwanne, Hebeösen und die Unterwanne seitl. zur Heckplatte), gezogenem Gießast (die kurze schräge Schweißnaht auf der Oberwanne) und Vallejo „Plastic Putty“ (horizontale Schweißnaht an der Heckplatte der Unterwanne) angefertigt. Ich wollte einfach mal alle „gängigen“ Methoden erproben, wobei Milliput und Vallejo „Plastic Putty“ ab jetzt meine absoluten Favoriten für die Erstellung von Schweißnähten sind.

Soweit der aktuelle Stand.
Mfg, Erich

#3 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von Steffen 06.08.2011 10:59

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Ich weiß nicht ob ich sabbern oder freudig gerührt weinen soll ... ein Sherman-Baubericht und an alle Merkmale wird gedacht ... Erich, ich bin hin und weg.

DIe M4A2 Wannen von Dragon sind übrigens alle ein Schuß in den Ofen. So ist dort bspw. die Auspuffanlage eine Katastrophe. Aber es gibt ja Zubehör ...

#4 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von trex 06.08.2011 13:09

Hallo Steffen,
Nachdem ich mitbekommen habe wie Deine "sensiblen Antennen" alles an Sherman-Bauberichten (bzw. Infos) im Netz erspüren, habe ich natürlich versucht mich best möglich vorzubereiten um mir möglichst wenig Blöße zu geben wenn Du wie erwartet über meinen Baubericht (egal in welchem Forum) "darüberstolperst". Aber ich bin ja mit dem Baubericht auch noch nicht fertig und es können sich also noch etliche Fehler einschleichen.
Ich bitte daher um "schonende Behandlung", da es mein erster Sherman ist.

Ich habe mich wie es scheint mit dem Sherman-Virus infisziert, wobei ich (vorerst) mal versuche mich auf die Britische Versionen in Nordafrika zu konzentrieren.
Ich habe mittlerweile fast alle M4A2 und M4A4 Dragon Versionen gehortet, sowie den Academy M4A2 Pacific und den M10 "Duckbill turret", da ich von dem den Motor in einen M4A2 einbauen will um ein Servicediorama in Nordafrika darzustellen.
Tatsächlich sind (meiner bisherigen Beoabachtungen nach) die Kühlluftabführungen an allen Dragon M4A2 falsch. Die Auspuffanlage selber mag ja noch stimmig sein, das Kühlluftgitter oberhalb der Auspuffanlage habe ich aber bisher in keiner einzigen mir bekannten Publikation oder Fotos finden können. Zumindest nicht bei den Modellen mit der 57° Frontplatte. Mir scheint, Dragon hat das seine M4A4 Lösung bei den M4A2 Modellen weiterverwendet.

Ich habe mir von Tasca mehrere Spritzlinge mit den Sandschildern und der Kühlluftführung (sowie etliches anderes) bestellt, da ich sicher bin die Sandschild-Ätzteile in den Dragon Bausätzen nicht verarbeiten zu können. Möchte daher beim cyber-hobby MkIII DV und dem M4A1 El Alamein die Teile von Tasca integrieren.
Der Tasca-Teileservice ist auf alle Fälle ein Hit, da ich persönlcih Plastikzurüstteile, wegen der einfacheren Verarbeitung, Resinteilen deutlich vorziehe.

mfg, Erich

#5 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von Panzer-Meier 06.08.2011 13:45

Hi Erich,

......boah wat nen Baubericht bis jetzt die Fülle an Informationen erschlagen einen ja gerade zu! Da hört man ohne wenn und aber den Afrika-Fachmann raus Detailarbeit bis ins letzte und gnadenlos Dokumentiert, wenn du dich schon bei dem Sherman so reinkien tust, dann möchte ich gerne mal vom Afrika-Korps was von dir sehen, völlig egal ob fertig oder als Baubericht. Auf jedenfall ist das Abo gezogen, und schaue dir gerne bei nem Kaffe und ner Kippe weiter über die Schulter und lerne

#6 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von trex 07.08.2011 09:17

Hallo Sven,
Ich stell hier mal einen DAK Baubericht rein (pz-kpfw-iii-ausf-g-dak-hybrid-dragon-1-35-t6023.html) vielleicht ist der ja für einige hier interessant.

mfg, Erich

#7 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von trex 07.08.2011 13:58

Obwohl Tasca mit diesem Bausatz ein hervorragendes Modell anbietet, das einfach OOB gebaut werden kann, ist bei genauer Betrachtung doch etliches an Detaillierung, ich möchte mal sagen zumindest „nötig“, was dann doch auch einiges an (Bau)Zeit erfordert.
Neben den Schweißnähten fehlt die Gußstruktur an der „single cast nose“ und den beiden vorderen Einstiegsluken, sowie am Turm. Bezüglich Darstellung der Gußstrukturen ist der Dragon MkIII DV „Initial production“ deutlich detaillierter, obwohl der wiederum an der Bugplatte eine Schweißnaht zu viel hat und auch in anderen Details ( „spätes“ 3-teiliges Getriebegehäuse und Kühlluftabführung) einige erhebliche Ungenauigkeiten aufweist, bei denen Tasca wiederum Originalgetreu(er) ist.
Weiters fehlen dem Tasca-Bausatz die typischen Gussnummern an der Fahrer/Beifahrerluke und auf den beiden eingeschweißten „direct vision“ Lukenlagerungen. Als Vorlage für diese Gußnummern nehme ich die Nummern, die am M4A2 DV „Holy Roller“ (http://www.victoria-park.com/tank.htm) abgebildet, und ich werde versuchen diese mit dem Gußnummern-Satz von zu erstellen.
Die üblicherweise unterhalb der oberen Schraubleiste an der vorderen Getriebeabdeckung sehr prominent angebrachten und somit gut zu sehenden Gussnummern sind bei meiner (Foto)Vorlage nicht identifizierbar, daher lasse ich die weg. Auf Fotos im Internet sieht man, dass es einen (oder mehrere) Hersteller dieses Getriebegehäuse(types) gab, die Ihre Gussnummern an der (somit nicht sichtbaren) Unterseite des Getriebegehäuses anbrachten. Was die Erklärung dafür sein könnte, dass man sie auf den Vorlagenfotos nicht erkennen kann.

Der aktuelle Bauzustand sieht so aus:





Da ich kein Fan von Ätzteilen(verarbeitung) bin habe ich die Lampenschutzgitter dünner geschliffen und dabei ist, wie könnte es anders sein, an einem Rücklichtgitter ein Teil abgebrochen, dass dann in den „Weiten des Raumes“ verschwunden ist. Ich bin sicher dass dieser abgebrochene Teil wieder auftaucht, aber erst dann, wenn ich ihn garantiert nicht mehr brauche, daher sieht man an dieser Stelle den verzweifelten Versuch dieses Problem mit einem Evergreen-Profil zu „sanieren“.



Anm.: Das Abschleppseil ist nur provisorisch montiert und wird zum Lackieren nochmals abgenommen. Daher liegt das Seil noch nicht überall richtig auf.



Hier weiß ich noch nicht ob die untere Verbindungsschweißnaht zwischen der Heck und der jeweiligen Seitenplatte nach Montage der Kettenabdeckungen noch sichtbar ist, andernfalls muß ich die noch nachdetaillieren.



Die Position des Leitrad Verstellschlüssels (der hier von einem Tamiya M4 stammt) ist zwar „ungewöhnlich“ aber auf den Fotos dokumentiert.



„Einziges“ Bausatzproblem bisher: Die Montage der U-Schäkel ist ohne deren Zerstörung (also auseinander Brechen) nicht möglich. Um die Schäkel auf Ihre Halter zu schieben, müssen sie soweit auseinandergedrückt werden, dass sie auseinander brechen. Ich habe die beiden Hälften daher an ihren Bruchflächen mit Plastikkleber betupft, etwas gewartet, auseinandergedrückt, montiert und dann in ihren Halterung festgeklebt und die Klebefläche nach dem Durchtrocknen von überschüssigem Kleber befreit.
Dachte ich zuerst dieses Problem liegt an mir, bestätigen div. Berichte im Internet das es eher ein Bausatzproblem ist (sofern man das, verglichen mit Überraschungen bei anderen Herstellern überhaupt als „Problem“ bezeichnen kann).

Soweit der aktuelle Stand.
Bisher habe ich zumindest einen Fehler entdeckt: Die Bodenfreiheit unter der Wanne (bei aufgezogenen Ketten) ist um knapp 1 mm zu hoch. Ich habe zwar bei den AVF-Club Laufrollen dieselbe Einfederung (und somit Gesamthöhe) wie sie bei Dragon, Academy etc. vorliegt, die Boogies selber sind aber nicht auf der exakt gleichen Höhe wie die Tasca-Originale an der Wanne. Ich dachte es geht sich aus, hätte aber doch was von den AFV-boogie Wannenunterzügen wegfeilen sollen...

Die Arbeiten gehen ab jetzt am Turm weiter.

mfg, Erich

#8 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von Panzer-Meier 07.08.2011 14:05

Hi Erich,

fein,fein....kommst ja gut vorran, macht Lust auf mehr Wie machst du die rauhe Oberfläche bzw mit was, zB an dem Fahrer und Funker-Erker?

#9 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von trex 07.08.2011 14:16

Hallo Sven,

ich bestreiche die Stellen mit "Mr.Surfacer 500" und betupfe das dann vor dem Antrocknen mit einem Pinsel.

Ich habe mehrfach über die u.a. von Steffen beschriebene "Kleber Einstreich-Zahnbürsten-Lösung" gelesen, fürchte aber, daß ich damit das Modell versaue, daher habe ich mal mit der "Mr.Surfacer"-Lösung angefangen.

mfg, Erich

#10 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von Panzer-Meier 07.08.2011 14:25

Hi Erich,

coole Sache, muss ich auch mal ausprobieren, sieht verdammt gut aus! Hast das mal an einem Tester probiert wie es lackiert wirkt?

#11 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von trex 09.08.2011 12:20

Hallo Sven,

Im Nachbar-thread PzIII Ausf.G DAK sind die Radvorgelegegehäuse damit lackiert. Mehr optische Erfahrung habe ich noch nicht, aber wir werden ja am Ende des Sherman-Baues sehen wie es wirkt.

mfg, Erich

#12 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von Steffen 09.08.2011 17:22

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So, nun habe ich mal eine ruhige Minute um auch hier in Ruhe reinzulesen. Und was sieht man - es geht ganz gut vorwärts. Alle Achtung !

Zitat von trex
Da ich kein Fan von Ätzteilen(verarbeitung) bin habe ich die Lampenschutzgitter dünner geschliffen und dabei ist, wie könnte es anders sein, an einem Rücklichtgitter ein Teil abgebrochen, dass dann in den „Weiten des Raumes“ verschwunden ist. Ich bin sicher dass dieser abgebrochene Teil wieder auftaucht, aber erst dann, wenn ich ihn garantiert nicht mehr brauche, daher sieht man an dieser Stelle den verzweifelten Versuch dieses Problem mit einem Evergreen-Profil zu „sanieren“.

Ich mag diese geätzten 'light guards' auch nicht, die sind maßstablich einfach zu dünn. So verzweifelt schaut deine Rettungsmaßnahme doch gar nicht aus, im Gegenteil - gut gelungen würde ich behaupten !

Zitat von trex
Hier weiß ich noch nicht ob die untere Verbindungsschweißnaht zwischen der Heck und der jeweiligen Seitenplatte nach Montage der Kettenabdeckungen noch sichtbar ist, andernfalls muß ich die noch nachdetaillieren.

Wenn Kettenabdeckung und Kette dran sind, dann kannst du diese Schweißnaht nur noch von unten mit einer Lampe beleuchtet sehen. Also von daher ...

Zitat von trex
Die Position des Leitrad Verstellschlüssels (der hier von einem Tamiya M4 stammt) ist zwar „ungewöhnlich“ aber auf den Fotos dokumentiert.

Was bin ich heute wieder für ein Erbsenzähler ... nenn' das Dingen einfach Kettenspannschlüssel oder kurz; Spannschlüssel.


Zitat von trex
Bisher habe ich zumindest einen Fehler entdeckt: Die Bodenfreiheit unter der Wanne (bei aufgezogenen Ketten) ist um knapp 1 mm zu hoch. Ich habe zwar bei den AVF-Club Laufrollen dieselbe Einfederung (und somit Gesamthöhe) wie sie bei Dragon, Academy etc. vorliegt, die Boogies selber sind aber nicht auf der exakt gleichen Höhe wie die Tasca-Originale an der Wanne. Ich dachte es geht sich aus, hätte aber doch was von den AFV-boogie Wannenunterzügen wegfeilen sollen...

Die AFV Club Laufrollenwagen sind insgesamt etwas überdimensioniert. Ich glaube Steven Zaloga war es, der das irgendwo mal anhand von Originalmaßen aufzeigte.

#13 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von trex 14.08.2011 09:22

@ Steffen,

Mike Canaday hat diesen Vergleich durchgeführt http://mmcalc.tripod.com/Shermans/VVS/bogey.html , dabei entspricht aber die Höhe der AFV-Club boogies ziemlich exakt dem Original, sie sind "lediglich" in der Breite etwas zu schmal. Nein, mein Problem sind die U-förmigen Befestigunghalter, unter der Wanne. Ich hätte die um eben knapp 1 mm herunter feilen müssen um dadurch die boogies an der Wanne höher setzen zu können. Aber da ich befürchtete dies nicht an allen 6 boogies gleichmäßig hinzubekommen, habe ich es gelassen, lieber die Wanne insgesamt und gleichmäßig etwas zu hoch als die 6 boogies ungleichmäßig (hoch) montiert.


Als update: Der Turm

Nach mehreren Wochen Recherchen habe ich mich zu einer endgültigen Turm-Version durchgerungen. Zwar sind an meinen Vorbild keine Gussnummern zu sehen, was eine einfache Identifizierung und somit Darstellung ermöglichen würde, aber nach dem Vergleichen etlicher Sherman Turmfotos mit denen meiner Vorlagen habe ich für die Gussnummern an meinem Modell eine Turmversion der Gießerei „Buckeye Steel Casting Company“, Columbus, Ohio gewählt.

Da in dem Archer-Satz „Resin Casting Marks“ viele, aber keine passenden Gussnummern für diesen Turm-Hersteller enthalten sind, habe ich diese aus dem Gussnummern-Satz erstellt, der in verschiedenen Academy M4-10 Bausätzen enthalten ist.



Die von Tasca nicht dargestellte Gußstruktur habe ich mit „Mr. Surfacer 500“ nachgebildet, ebenso wie die Schweißnähte um die Turmlüfterabdeckung und den kleinen rechteckigen Antennensockel am Turmheck. Die Hebeösen sind an diesem Turm(typ) angegossen, wobei diese Angüsse zum Turm hin einen ziemlich kantigen Übergang aufweisen. Dies, die (untere) Position der hinteren Hebeösen, die Ausführung der Schweißnaht um den rechteckigen Antennensockel und die Ausführung des Turmdaches (kein Anguß für den Turmscheinwerfer und Fehlen der auf dem Tasca-Turm dargestellten 3 Gussnoppen (?)) haben mich auch die „Buckeye Steel Casting Company“ als Turmhersteller auswählen lassen, da ich einen gleichartigen Turm, mit fast passendem Produktionsdatum, im Netz gefunden habe.



Die Gussnummern für die Fahrer/Beifahrerluke und auf der M34 Blende stammen aus dem Archer-Satz



Betrachtet man sich die Fotos Britischer Sherman in Nordafrika genauer, dann ist zu erkennen, dass der Turmstaukorb, entgegen der Darstellung durch die Modellhersteller, nicht direkt am Turm befestigt (= verschweißt) war, sondern an zwei Winkeln montiert wurde, die wiederum am Turm verschweißt waren. Die Position der Oberkante des Staukorbes ist üblicherweise in einer Ebene mit der Oberkante der runden Antennenpanzerung, bei meiner Vorlage ist der Staukorb etwas höher montiert.





Auf einem meiner 3 Vorlagenfotos ist das 0.50 cal Maschinengewehr auf der Kommandantenluke mit einem Segeltuchüberzug versehen. Da ich das gerne darstellen wollte habe ich mir von Panzer-Art das neu erschienene 0.50 cal mit Segeltuchüberzug beschafft, musste aber leider Feststellen, dass sich dabei deutlich der erst später verwendete Munitionskasten abzeichnet.


Bildquelle: modellbau-koenig.de

Mein Versuch, ein 0.50cal (aus dem Academy Set„Allied & German Tank Supplies Set I“ als (einfacher) Basis), mit montierter, selbst erstellter „early Ammo Box“, einen Segeltuchüberzug aus Milliput zu „verpassen“ schlug Fehl. Daher musste ich wieder zur altbewährten Taschentuch/Weißleim-Version zurückkehren.

#14 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von 14.08.2011 19:26

Hi Erich
Faszinierender Baubericht! Und der Bau erst... Grosses Kino!!!

Tschüss
Claudio

#15 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von ThomasB 14.08.2011 21:20

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Super Bau. Die Sache gefällt mir.

#16 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von magic 14.08.2011 21:40

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Bin mal auf die Lackierung von dem Sherman gespannt.
Bis jetzt sieht er ja sehr vielversprechend aus.

Gruß Thomas

#17 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von Panzer-Meier 14.08.2011 22:56

Hi Erich,

erste Sahne was du hier zeigen tust, man sieht die Liebe zum Detail und auch das Wissen was dahinter steckt. Also, mit dem was du hier bisher gezeigt hast, biste bestimmt ganz vorne mit dabei! Dann mach ihn mal bunt!

#18 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von sternath 15.08.2011 12:01

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Hi Erich

echt saustark dein Sherman,

ich finde den als Allierten Panzer doch noch immer am "attraktivsten", deswegen guck ich hier genau zu
Feines Teil das du da zauberst.


lg Franz

#19 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von trex 15.08.2011 14:15

Wiederum Danke für die positiven Kritiken.

Tatsächlich bin ich eigentlich bereits in der ersten "Lackphase".
Allerdings werde ich zuerst das komplette Fahrwerk inkl. Ketten lackieren und montieren (müssen), um erst dann die seitlichen Kettenbleche an der Wanne fest zu kleben und zuletzt das Ganze Modell zu lackieren.
Auf alle Fälle müßen die Ketten drauf bevor die seitlichen Kettenbleche montiert werden, ich sehe sonst keine Möglichkeit das umgekehrt zu machen und dabei alles noch vernünftig zu Lackieren, geschweige denn zu montieren.

#20 RE: Sherman MkIII DV "Early production" von Steffen 15.08.2011 14:43

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Holla - Farbe kommt ins Spiel. Soweit ich mich entsinnen kann, habe ich noch kein Sherman Modell in 'desert pink' gesehen. Insofern bin ich wirklich nuegierig, wie das am Modell wirken wird.

Das Problem mit den Schürzen und Lackieren des Laufwerkes ist mir auch schon begegnet. Damals habe ich das gelöst, in dem ich Oberwanne und Unterwanne während des Baus nur mit Klebeband miteinander fixiert habe, getrennt lackierte und erst ganz zuletzt nach dem Farbaufrag miteinander verklebt habe. Das ging ganz gut. Vorn war die Klebestelle zwischen Oberwanne und Verschraubung der Getriebeeinheit, also da wo 'eh eine Fuge ist. Hinten und an den Seiten waren die Klebestellen unsichtbar unter den Schürzen bzw. dem Hecküberhang.

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