#1 M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von ratze45 12.09.2022 13:04

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Hallo Leute,

ich konnte im Mai auf dem Floh-Markt für 3,-- EUR einen alten Bundeswehr-Kalender aus dem Jahr 1972 erwerben.
Diese Kalender waren damals sehr aufwendig gestaltet, mit tollen Fotos und langen Erläuterungstexten versehen.

Seitdem hängt dieser Kalender bei mir in der "Bastel-Stube"... und ich schaue jede Woche auf ein anderes, altes BW-Foto..

In diesem Kalender ist auch ein schönes Foto einer M 107-Batterie, die (vermutlich in Baumholder) in geschlossener Feuerstellung in einem Abhang aufgefahren ist.
Habe das Foto vorhin sogar im Internet gefunden: Foto BW-Kalender

Dieses Foto hat mich dazu inspiriert, mal den Bausatz-Markt nach einer M 107 in meinem Maßstab 1:72 zu durchforsten.
Leider existieren aber nur die teuren und meist qualitätsmäßig eher üblen Resin-Guss-Bausätze.
Damit hatte ich vor ein paar Jahren mal eine M 110-A2 erstellt und hier im Forum auch einen Baubericht eingestellt.
Manche von euch werden sich vielleicht noch erinnern, wie mühsam es war, aus den schlecht gegossenen Teilen (insb. Ketten-Segmente) ein halbwegs akzeptables Modell zu bauen. Trotz des hohen Preis für den Resin-Bausatz, war es am Ende ein mühsames Puzzeln + Flicken mangelhaft gegossener Resin-Bauteile..

Daher habe ich mich dann für einen anderen Weg entschieden.

Da ich seit letztem Jahr einige Erfahrungen mit CAD-Programmen und dem 3-D-Druck sammeln konnte, habe ich mich entschieden, mir einen Roh-Scan einer M 107 in 1:200 zu kaufen.
Weil in diesem Scan die Rohr-Wiege in voller Länge vorne auf der Wanne "aufgelegt" war, konnte er eigentlich nur für ein sehr grobes Modell (für ein 1:200 War-Gamer-Modell reichte es wohl so) genutzt werden.
Daher habe ich diesen Scan dann mit dem CAD-Programm neu skaliert und dann in einzelne Teile zerlegt. Diese Teile habe ich dann (auf Basis von Fotos) nach-detailliert und dann wieder zu mehreren Baugruppen zusammengesetzt, die dann mit dem 3-D-Drucker aus Resin gedruckt werden konnten.

Leider gab es dabei auch einige Fehl-Drucke, denn es gelingt mir noch nicht so gut, die 3 D-Konstruktionen direkt auch "gut baubar" zu entwerfen. Dazu benötigt man dann doch wohl noch ein paar Erfahrungen mehr, wenn es beim ersten Mal gleich passen soll.
Aber einige Entwürfe mehr...und es wurde immer besser..

Das Ergebnis dieser Arbeit, die sich dann über insg. 3 Monate hingezogen hat (primär CAD-Modellierung), möchte ich euch hier in Kürze zeigen.

Viele Grüsse

Gerd

#2 RE: M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von ratze45 12.09.2022 21:09

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Hallo,

auch bei der M 107 möchte ich einige Informationen voran stellen.

Nach den Erfahrungen mit der M 55-Panzerhaubitze (siehe mein letzter Beitrag zur M55), die sich als zu schwer, zu langsam und zu störanfällig herausgestellt hatte, begann man Ende der 50er Jahre in den USA mit der Entwicklung neuer selbstfahrender Geschütze, die trotz großem Kaliber und hoher Reichweite leichter und schneller sein sollten.

Man entschied sich für einen Entwurf eines Basis-Fahrgestelles mit offenen Aufbau, auf den sowohl eine 175 mm Kanone, als auch eine 203 mm-Haubitze aufgesetzt werden konnte. Aufgrund der großen Reichweite von 15 - 20 km war man der Ansicht, dass ein gepanzerter Turm nicht erforderlich sei, da die Geschütze (unter damaligen Verhältnissen) vom Gegner nur schwer aufzuklären und nur ungenau zu bekämpfen waren.

Aus diesem Projekt entstanden die M 107-Kanone (175 mm) und die M110-Haubitze (203 mm), die schon kurz nach ihrer Einführung bei der US-Army in den Einsatz nach Vietnam kamen. Dort bewährten sich die weitreichenden Geschütze sehr gut, zeigten aber auch einen hohen Verschleiß der Rohre und es kam zu einigen Rohr-Aufsprengungen. Umfangreiche Untersuchungen führten dann zu einer Änderungen bei der Herstellung der Rohre und Anpassungen der Munition.

1963 entschied man sich auch bei der Bundeswehr 150 Stück M107 (175 mm) und 80 Stück M 110 L/25 (203 mm) zu beschaffen, um die M55 abzulösen. Die Geschütze wurden dann ab 1965 in den Artillerieregimentern der Heeresdivisionen eingesetzt und waren atomwaffenfähig. Mit einem Gefechtsgewicht von 26,5t konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 55km/h erreicht werden, so dass ein Stellungswechsel in kurzer Zeit durchgeführt werden konnte.
Bis Mitte der 80er Jahre blieben die M107 und M110 im aktiven Dienst, bevor sie dann auf den moderneren Stand M110 A2 aufgerüstet wurden.


#3 RE: M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von ratze45 12.09.2022 21:40

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Und hier die Fotos meiner fertig entworfenen, mehrfach umkonstruierten und dann im 3 D-Druck erstellten M 107-175 mm-Kanone der Bundeswehr in 1:72.

Ich habe für die Bemalung das dunklere Gelb-Oliv gewählt, dass in den 60/70er Jahren von der BW als Fahrzeuganstrich verwendet wurde.
Die Farbe habe ich dennoch ein wenig aufgehellt, denn in diesem kleinen Maßstab schlucken dunkle Farben sehr viele Details.
Im Nachhinein hätte ich noch ein wenig mehr Beige beimischen sollen, aber fertig ist fertig...

K1 und K2 richten das Geschütz ein, während der K3 die Lade-Anlage überwacht.

Ich habe hier die Lade-Anlage komplett nach hinten abgesenkt dargestellt.
Die Munitions-Kanoniere setzen gerade eine 175 mm-Granate auf dem Tragegestell in den Lade-Arm ein.
Dieser wird dann hydraulisch angehoben, hebt das Tragegestell mit Granate hoch und setzt sie oben auf der Lade-Schiene ab.




Durch einen hydraulischen Ansetzer wird die Granate dann direkt in das Rohr geschoben und dort verdämmt.
Wenn man bedenkt, dass bei der M 109-Panzer-Haubitze das Ansetzen noch bis in die 90er Jahre hinein manuell mit dem Ansetzer (hölzerne Stange mit einer Holz-Kappe) erfolgte, dann war die semi-automatische Ladeanlage der M107 schon sehr fortschrittlich.

Der Verschluss des Geschützes ist dabei natürlich geöffnet, was dann zusätzlich die Konstruktion des Verschluss-Mechanismus mit dem CAD-Programm erforderlich machte.


Da die M107 noch nicht mit Datenfunk ausgestattet waren, wurden sie in der Feuerstellung mit Feldtelefon-Leitungen verbunden.
Dies erledigt gerade der Soldat von Fernmeldezug, der mit seiner Kabeltrommel auf dem Rücken die Verbindung zur Feuerleitstelle verlegt.

#4 RE: M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von ratze45 12.09.2022 21:47

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Um die komplette Geschützbesatzung zu zeigen, habe ich mir noch ein paar Munitions-Kanoniere konstruiert, die gerade die Granaten vorbereiten und mit Zündern versehen.Die Treibladungen liegen noch verpackt in ihren Transportbehältern (Blechbehälter mit Schraubdeckel) an der Seite.





Wenn man sich ansieht, wie lang so eine M107 ist, dann kann man sich vorstellen, dass es die Fahrer nicht einfach hatten, mit diesen Fahrzeugen zu manövrieren.

Jede Strassen-Biegung in kleinen Dörfern, aber auch jeder Baum, der übersehen wurde, konnte schwerwiegende Folgen haben.

Die Fahrer benötigten daher ein gutes Augenmaß und ein Gefühl für die Abmessungen dieses Langhals-Dinosauriers...

#5 RE: M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von Hans 13.09.2022 09:03

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@Durch einen hydraulischen Ansetzer wird die Granate dann direkt in das Rohr geschoben und dort verdämmt.
Wenn man bedenkt, dass bei der M 109-Panzer-Haubitze das Ansetzen noch bis in die 90er Jahre hinein manuell mit dem Ansetzer (hölzerne Stange mit einer Holz-Kappe) erfolgte, dann war die semi-automatische Ladeanlage der M107 schon sehr fortschrittlich.@
Die US M-109 hatte auch eine Ladeautomatik wurde aber bei uns nicht benutzt. Weil: ein Handbetrieb schneller war. Eine 155 mm Granate konnte mann noch gut tragen.😀😀 bei den 175 und 203 war das schon Quälerei.

#6 RE: M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von ratze45 13.09.2022 14:20

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Hallo Hans,

als ich 1987-89 bei der Pz-Ari war, habe ich die Ur-M109 (Kurz-Rohr) und dann die Umstellung auf die M109A3 (mit dem langen Rohr der FH-70 und IFAB) miterlebt.

In diesen beiden Versionen gab es keinerlei Lade-Automatik.
Da wurden die "Murmeln" alle noch von Hand angesetzt...."Zu Gleich" und rein damit...

In den späten 90ern wurde an der M109A3 ja noch allerlei nachgerüstet (u.a. Navi-Rechner etc.).
Aber ob da auch eine Lade-Automatik eingebaut wurde, weiss ich nicht.

Als VB war ich eher selten im Geschützdienst, aber die Grundzüge musste ich als ROA doch lernen.
Daher "durfte" ich auch mal so eine 155er bis in die Haubitze schleppen.
Daher weiss ich, dass das eher ein Job für kräftig gebaute Leute ist...

Eine 175er oder gar eine 203er konnte ein Mann alleine nicht mehr tragen.
Zumindest nicht ohne Leistenbruch oder Bandscheiben-Schaden...
Daher gab es dafür auch dieses Tragegestell mit seitlichen Griffen für zwei Kanoniere.

K5 - K8 auf der M109 ist schon ein Knochenjob...damals wie heute..

#7 RE: M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von Hans 14.09.2022 06:55

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Hallo Ratze,
Ich war mehr als15 Jahre vor Dir bei der Ari Und natürlich gab es bei der M-109 G keine Ladeautomatik. Nur bei der US M-109 ( also bei der z.B US Army ) Und es kamen auch nur @ kräftig gebaute Leute @ zur Geschützstaffel. Bei uns gab es sogar zwei Brüder die je zwei Granaten unterm Arm schleppten.

#8 RE: M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von ratze45 14.09.2022 16:20

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Hallo Hans,

ich hatte es wohl nicht richtig gelesen.

Mit der US-Version der M109 kenne ich mich überhaupt nicht aus.
Aber da M107, M 109 und M110 fast zur gleichen Zeit entwickelt wurden, wäre eine Lade-Hilfe bei der M109 eigentlich logisch, da vermutlich gleiche Anforderungen an die Entwickler gestellt wurden.

Weißt du ggf. warum diese Lade-Hilfe (bzw. Ansetz-Anlage) bei den Bundeswehr-M109 nicht übernommen wurde ??

War das Gerät so langsam.. ??
Oder technisch anfällig ??

Würde mich mal interessieren...
Du warst ja zeitlich deutlich näher dran bei der Einführung.

Als wir die M 109-Kurzrohr im Jahr 1988 abgegeben haben, waren sie technisch schon ziemlich "fertig".
Es gab keine Ersatz-Rohre mehr und die Streuung war daher schon ziemlich grenzwertig.
Wir haben auf der B-Stelle Bauklötze gestaunt, als wir mir den neuen Langrohren das erste Erd-Ei-Schiessen gemacht haben und die Schüsse direkt im Zielsektor lagen.
Das hatten wir mit den "alten Kühen" lange nicht mehr erlebt..

Ich schiebe gleich noch einen Beitrag zur M 110 nach...die habe ich nämlich mit dem CAD-Programm relativ leicht erstellen können, nachdem die M107 fertig konstruiert war.

#9 RE: M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von Panzerroland 14.09.2022 18:18

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Hallo,

von einer Ladeautomatik kann man bei der M109 nicht sprechen, das ist nur hydraulischer Ansetzer / Power Rammer. Hier ist das schulmäßige Laden US M109 Kurzrohr ab 11:15 min zu sehen:



Hier Bundeswehr M109 Langrohr ab 1:20 min:



M109 Paladin:



Zum Vergleich die Panzerhaubitze 2000, was für ein Unterschied: Laden ab 2:30 min:



Gruß
Roland

#10 RE: M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von Benno Wawerek 14.09.2022 20:45

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Was müssen die da an den Granaten vom Paladin rumschrauben?
Macht die Panzerhaubitze das allein?

Benno

#11 RE: M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von Panzerroland 14.09.2022 21:31

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Hallo Benno,

das habe ich bei den Amerikanern schon öfters gesehen, scheinbar muss bei denen der Geschützführer eine letzte Kontrolle durchführen.

#12 RE: M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von ratze45 14.09.2022 22:04

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Hallo Roland,

diese drei Videos zeigen sehr schön, was sich in den letzten 30 Jahren bei der Bedienung von Artillerie-Geschützen verändert hat.

Das Tragen und Heben der schweren Granaten, manuelles Ansetzen etc. sind weitgehend entfallen.
Daher konnte die Besatzung auf 4 - 5 Leute reduziert werden und trotzdem wurde die Feuergeschwindigkeit noch erhöht.

@Benno Wawerek:

Meinst du die Szene in der US-M 109-Paladin ab 3:13 ??

Da war wohl keine passende Munition mehr vorbereitet, so dass erst ein Zünder aufgeschraubt und mit dem Zünder-Schlüssel eingestellt werden musste.
Das sind aber schon elektronische Zünder mit einem digitalen Zünder-Einstellschlüssel.
Nix mehr mit Uhrwerk im Zünder...nur noch Chips..
Die Amis üben ja mit voller Munitions-Kampfbeladung und drillen die Abläufe bis zum Umfallen.

Manchmal prüft der Geschützführer auch nach, ob der Zünder richtig in der Granate festgeschraubt ist.
Denn gerade, wenn mit Zeitzündern geschossen wird, kann dies zu Zündverzögerungen führen oder die Drall-Sicherung des Zünders löst sich nicht.
Alles nicht so gut..

Video 1:
Schaut mal ab 18:05, da ist die M 107 und ihr Ladesystem gut zu sehen.
Tolles Video.. auch die M 110 wir kurz vorher gezeigt..

Video 2:
Ja, so war es damals..
"Zu gleich" mit dem Ansetz-Holz...
Schön hört man von 1:40 bis 2:00 auch das spezielle Zirp-Geräusch des IFAB-Systems (Digitaler Datenfunk zur Übertragung der Feuer-Kommandos) im Hintergrund.
Das System lärmte bis der Feuerauftrag abgefeuert und dies vom Geschützführer am Gerät bestätigt wurde.
Wir haben vorne als VB die Ziel-Meldungen mit dem selben Ton gesendet bzw. die Ausführungs-Meldungen zurück bekommen.
Dieses Geräusch hat mich durch Tage und Nächte begleitet, so dass ich noch heute irgendwie allergisch darauf reagiere.

IFAB wurde aber schon vor 20 Jahren durch ADLER abgelöst....dieser nerventötende Ton (damals "Tinitus-Tröte" genannt) gehört also auch schon der Vergangenheit an.

Ab 3:36 sieht man direktes Richten (wie ein PAK-Geschütz) auf Panzer-Ziele.

#13 RE: M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von Hans 16.09.2022 11:27

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Schöne Filme danke für´s zeigen. Gibt es für die 2000 keine Primer mehr?

#14 RE: M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von Panzerroland 16.09.2022 13:17

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@Hans:

Primer = Treibladungsanzünder?

Die Treibladungsanzünder (32 im Magazin) werden automatisch in den Verschlussblock zugeführt..

#15 RE: M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von ratze45 17.09.2022 22:18

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Ja, sogar die Treibladungsanzünder (Primer) werden automatisch nachgeführt.

Aber die zentrale Innovation ist die Navigations- bzw. Positionsanlage, die das militärische GPS-System nutzt. Das Geschütz „weiss“ also stets, wo es gerade exakt steht und kann sofort ein Feuerkommando aufnehmen, die Richtwerte zum Ziel ermitteln, sich einrichten, die vorgegebene Geschossart wählen (vorgegeben im Feuerkommando des VB) und laden.

Die Vorbereitung und das vorherige Vermessen von Feuerstellungen entfällt also vollständig. Und eine Feuerleitstelle, die erst die Zielmeldungen des VB in Richtkoordinaten für die einzelnen Geschütze umrechnet, wird auch nicht mehr benötigt.
Ein Stellungswechsel in frei gewählte Positionen und sofortige Wirkungsbereitschaft sind daher in wenigen Minuten möglich. 9 Schuss in 3 Minuten, Rohr runter und weg ist sie wieder..

Der Mun-Trupp legt an vorher abgesprochenen Stellen einen Kampfsatz Granaten und Treibladungen ab, und ist nach wenigen Minuten dort wieder verschwunden. Benötigt die Haubitze Munition, fährt sie einen dieser Ablageplätze an, belädt sich binnen 10 - 15 min und verschwindet wieder.

Fire & Run

Wenn es gut eingeübt ist, wird die PzH 2000 zu einem Gespenst.

Kein Vergleich zu dem, was wir noch vor 30 Jahren gemacht haben.

PS:
Weiß jemand, ob es heute noch einen FUO (Feuer-Unterstützungs-Offizier) gibt, der die Ziele priorisiert, die Munintion für die Bekämpfung zuweist und das Feuerkommando einem (oder mehreren) Geschützen zuweist ? Das war früher der „große Zauberer“, der alle Fäden in der Hand hielt.
Bin ja selber noch zum halben FUO ausgebildet worden und habe u.a. Gelernt, wie man aus diversen Zielmeldungen der VB ein Lagebild entwickelt ( Was für eine Einheit steht und gegenüber ? Über welche / wie viele Fahrzeug verfügt sie normalerweise ? Wie viele davon haben wir vermutlich schon zerstört ? Reicht unsere Munition noch für alle Zielmeldungen ...oder müssen wir rationieren ?). Ein komplexes Verfahren...
Bin aber schon zu lange raus und weiß nicht, ob dies heute noch so abläuft..

#16 RE: M 107 - Kanone, Bundeswehr 1972 in 1:72 von Hans 18.09.2022 06:44

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Ja da ist mancher Arbeitsplatz wegrationalisiert worden.

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