#1 StuG III Ausf. G. von Rye Field von Winterson 21.08.2022 09:51

avatar

Hallo Zusammen,
das dritte Model für dieses Jahr ist fertig, ein StuG III in der frühen Variante.
Der Bausatz ist das recht neue Set von Rye Field mit der Nummer RM-5069 und dem passendem Upgrade Set mit Ätz- und 3D-Druck Bauteilen ebenfalls von Rye Field. Letztes Jahr hab ich mich das erste Mal einem StuG versucht Link zur Galerie und war damit nie so richtig zufrieden. Somit hatte ich nun genug Ansporn, mich nochmal dem Thema zu widmen.
Wie schon typisch für Rye Field macht der Zusammenbau des Sets viel Spaß. Der Bausatz hat schöne Details und die Teile passen sehr gut zusammen. Das Upgrade Set ist sehr gut abgestimmt, zwar stellte mich der Rahmen für den Heckaufbau vor eine Herausforderung aber die konnte dann gut gemeistert werden.
Das StuG vom letzen Jahr war mir seiner Zeit beim Weathering zu dunkel geraten und so hab diesmal beim Weathering den Fokus auf helle Farben gelegt.

Los geht's mit den Bildern:

Eine schnelle Voransicht von allen Seiten























Zum Abschluss noch zwei Bilder aus der Bauphase:







Beste Grüße
Stephan

#2 RE: StuG III Ausf. G. von Rye Field von jerrymaus 21.08.2022 10:31

avatar

Sehr Gut,die Lackierung finde ich 1A, TOPP
Thomas

#3 RE: StuG III Ausf. G. von Rye Field von FBT 22.08.2022 08:37

avatar

Gefällt mir ausgesprochen gut, insbesondere die Verschmutzung des Fahrwerks finde ich sehr gelungen.

#4 RE: StuG III Ausf. G. von Rye Field von Bulldog 22.08.2022 11:26

avatar

Gefällt mir ganz gut, vor allem die dezente Alterung. Nicht so übertrieben wie bei mach anderem Modellbauer.

#5 RE: StuG III Ausf. G. von Rye Field von Panzerroland 22.08.2022 11:54

avatar

Hallo,

super Modell, gefällt mir sehr.

Gruß
Roland

#6 RE: StuG III Ausf. G. von Rye Field von Winterson 23.08.2022 10:11

avatar

Besten Dank für die Kommentare, freut mich, dass das StuG so gut ankommt und der Style gefällt.
Aktuell hab ich gefallen an helleren Farben beim Weathering gefunden und will damit in Zukunft auch noch weiter experimentieren.

#7 RE: StuG III Ausf. G. von Rye Field von Stefan 23.08.2022 16:24

avatar

Sehr gelungen, man sieht eine deutliche Steigerung zum letzten Jahr. Mir gefällt auch das Laufwerk besonders gut. Kannst du bitte erklären, wie Du da vorgegangen bist? Welche Materialien usw ?

Ein wenig Gepäck auf dem Heck würde das Ganze noch perfekt machen

#8 RE: StuG III Ausf. G. von Rye Field von Winterson 27.08.2022 21:04

avatar

Servus Stefan,
ja Gepäck hatte dem StuG noch das i-Tüfpelchen aufgesetzt. mir fehlt für sowas aktuell noch die Geduld.

Zum Weathering am Laufwerk anbei ein kleiner Bericht.
Leider hab ich beim StuG vergessen ausreichen Fotos zu machen, daher gibt es Bilder vom Jagdpanther. Der Ablauf war aber exakt gleich.

1. Los geht es mit groben Dreck und Strukturen.
Gerade im Bereich der Schwingarme sammelt sich der grobe Dreck ja ganz gerne. Für den Effekt habe ich die Acrylpaste "Textured Earth" von Wilder benutzt.
Ein tolles Produkt, nur leider ist es nicht länger auf dem Markt. Zwar haben auch AK und Ammo mittlerweile ähnliche Produkte in ihren Dioramasortiment, aber Wilder lässt sich meiner Erfahrung nach am besten verarbeiten.




2. Feinere Strukturen
Damit der Übergang zwischen groben Dreck und Wanne nicht zu hart ausfällt braucht es nun ein paar feinere Strukturen.
Hierfür eignet sich Dry Earth von Ammo. Das helle Wash enthält Strukturpigmente und lässt sich mit entsprechendem Emanel-Verdünner nach belieben anpassen.
Ich habe das Wash mit dem Pinsel in vertikalen Bewegungen großflächig auf der unteren Wanne verteilt. Auf den Fotos sieht man gut, dass sich so auch schon ein paar interessante Schlieren ergeben.






3. Farben
Jetzt geht es los mit dem spannenden Teil, und zwar den Farben.
Ein optionaler Schritt wäre, die Strukturpasten auf der Wanne mit etwas Farbe aus der Airbrush anzugleichen. Tamiya XF-57 Buff oder eine Mischung aus Tamiya Buff und Earth eigenen sich hier super.
Tatsächlich hatte ich den Schritt geplant und vergessen

Für die Farbgestaltung kommen nun vier Ölfarben von der Firma Abteilung 502 bei mir zum Einsatz:
Abt 003 Dust
Abt 240 Cream Brown
Abt093 Earth
Abt 015 Shadow Brown
Die Farben werden zunächst auf ein Stück Karton aufgetragen und angetrocknet bis das dünnflüssige Öl verschwunden ist. Der Karton dient mir Gleichzeitig als Mischpalette

Zuerst erfolgt ein großflächiges und grobes Wash nur mit 003 Dust. Diesen Farbton nutze ich auch auf der oberen Wanne, wodurch so eine homogene Basis für das Weathering entsteht.
Homogen ist folglich aber auch langweilig und jetzt kommen die anderen Farben ins Spiel.
Die Mischungen erfolgen intuitiv, erlaubt ist was gefällt.
Zuerst kommt eine recht dunkle Mischung aus 003 Dust und 015 Shadow Brown.
Diese trage ich punktuell mit dem Pinsel am oberen ende der Wanne auf. Mit ein wenig Emanel-Verdünner am Pinsel wird die Farbe nun mit vertikalen Pinselstrichen verblendet um ein paar dunkle Schlieren zu erzeigen.
Oft ist der Kontrast der dunklen Schlieren im vergleich zum Rest hier noch sehr hoch. Das ist aber nicht tragisch und wird später noch angeglichen.
Nach den Schlieren widme ich mich dem groben Schmutz an den Schwingarmen. Auch hier kommt wieder ein dunkler Mix zum Einsatz, der mit dem Pinsel direkt als Wash aufgetragen und danach noch gesprenkelt wird. Für das Sprenkeln tauche ich einen alten Pinsel in die verdünnte Ölfarbe und streiche den Pinsel in schnellen Bewegungen an einem Zahnstocher ab. Bevor es ans Model geht mache ich hier immer einen Test auf einem Stück Küchenpapier.
Damit ist ein wichtiger Punkt geschafft. Der hellste und dunkelste Farbton für die Verschmutzung sind definiert und an Ort und Stelle.

Jetzt kommen die letzen 20% der Arbeit, welche 80% des Ergebnis ausmachen.
Es geht um die Mitteltöne, die den Schmutz verblenden und für den passenden Kontrast sorgen.
Der Mix erfolgt wieder intuitiv, und im Zweifel bleibe ich hier lieber zu hell als zu dunkel
Ein wenig 093 Earth bringt dabei eine schöne wärme in die Farbe.
Der Farbauftrag erfolgt wieder ganz unterschiedlich. Als großflächiges Wash oder grobe und feine Sprenkler, abhängig von der Menge an Verdünner am Pinsel.
Mein Prozess ist dabei nicht linear. Hier springe ich zwischen den Techniken und den Heilligkeiten der Farbmischungen hin und her bis mir das Ergebnis gefällt.
Manchmal mach ich auch eine Pause und schaue erst am nächsten Morgen wo noch dunkle oder helle Schlieren und Sprenkler das Gesamtbild abrunden.
Gerade bei Laufrollen habe ich gemerkt, dass zum Abschluss ein dunkles Pinwash nochmal etwas mehr Kontrast bringt während Leit- und Zahnräder von groben Sprenklern profitieren.








Die kurze Anleitung ist nun doch deutlich ausführlicher geworden als Gedacht.
Aber vielleicht dient es ja dem ein oder anderem als Inspiration.

Beste Grüße
Stephan

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz