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#1 M46 Korea - Takom von daleil 25.12.2019 23:54

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Hallo und Frohe Weihnachten zusammen,


Um auch mal wieder etwas konstruktives hier beizutragen möchte ich auch hier einen kleinen Baubericht zum Takom M46 zeigen.

Takom hat in diesem Jahr mit dem M46 Patton endlich einen passenden Ersatz für den schon betagten Dragonbausatz auf den Markt gebracht. Als einzige Alternative gab es einen Resinbausatz von Accurate Armour, der aber entsprechend kostspielig war.
Nun hat Takom sich also dieses Fahrzeugs angenommen und erfreut den Modellbauer mit einem gut gefüllten Karton mit allerlei Teilen.

Im Internet gibt es zahlreiche Reviews (auch auf deutsch) auf die ich an dieser Stelle verweise.

Der Bausatz hat für mich viel Licht, aber auch viel Schatten. Darauf möchte ich noch kurz eingehen bevor es dann auch Bilder gibt:

Positiv:
- Überwiegend gute Passgenauigkeit
- wahlweise Kanonenblende mit und ohne Staubschutz
- zwei Segmentketten zur Auswahl: T84E1 und T80E1
- umfangreiche Markierungsmöglichkeiten (9 verschiedene Bemalungsvorschläge)
- teilweise sehr schöne Details und filigrane Bauteile
- Montagehilfe zum Bau der Kette
- Kupferdraht zum Darstellen des Abschleppseils

Negativ:
- Gussgrat
- nur ein Antriebsrad zur Auswahl
- unverständliche und nicht zeitgemäße Vereinfachungen
- Gussgrat
- zweiteiliges Kanonenrohr bei der Wahl der Blende mit Staubschutz
- Gussgrat beim einteiligen Kanonenrohr



Auf die negativen Aspekte werde ich beim Bau auch noch eingehen. Wie ihr lesen könnt, mich stört der Gussgrat extrem. Klar, vor 20 oder 30 Jahren konten man von so toll detaillierten Modellen nur träumen usw.usf. - aber viele Firmen machen das deutlich besser. Und bei diesem Bausatz gibt es nur wenige Teile die man nicht nachbearbeiten muss.
Das ist einfach sehr lästig und schmälert den ansonsten wirklich guten Eindruck. Dennoch werde ich wahrscheinlich auch noch einen zweiten M46 bauen (es gibt halt viel zu viele gute und interessante Bemalungsvarianten, insbesondere wenn man auch noch den Star-Decals Satz hat ...).

Fazit: Guter Bausatz, der aber Sorgfalt und Zeit benötigt. Auch aus der Box lässt sich dann ein sehr schönes Modell erstellen.
Ich werde dennoch Ätzteile verwenden. Ich konnte zu einem Superpreis einige der Voyager Jumbo-Ätzteilsets für den M26 Pershing kaufen, und viele Teile können beim M46 verwendet
werden.


So, genug der einleitenden Worte, ein Baubericht besteht ja aus Bildern.


Als erstes habe ich Unterwanne und Oberwanne verklebt:

Die Bauanleitung sieht vor das man die Details vor dem Zusammenbau anklebt. Das kann man machen, ich habe aber dann immer die Sorge das ich beim Anpassen und Verkleben die Details wieder runterreiße.

Das gleiche gilt auch für die Fender. Diese habe ich erst angeklebt, später folgen die Details.
Zusätzlich habe ich die Gussstruktur noch etwas mit Mr. Surfacer 500 hervorgehoben:

Mittlerweile sind auch Details wie Hebeösen und Luken verbaut. Die Fender habe ich von unnötigen Details oder Details welche durch Ätzteile ersetzt werden befreit. Und die vordere Kettenabdeckungen habe ich ebenfalls entfernt.
Damit das Ganze dann realistischer aussieht wurden die Stoßkanten dünner geschliffen und etwas verbeult/verbogen.


Ebenso verfahren habe ich mit den Schutzblech über dem Auspuff. Mittels Skalpell dünner geschabt und etwas verbogen.


Positiv anzumerken: Die Laufrollen haben keinen umlaufenden Gussgrat sondern nur die Angüsse zu versäubern.



Hier sehr gut zu sehen eine der von mir erwähnten Vereinfachungen. Die Abschlepphaken sind fest an den Ösen angegossen. Das sieht für meine Verhältnisse zu simpel aus. Aus dem Fundus habe ich noch Abschlepphaken gezaubert und die Ösen entsprechend bearbeitet. Ebenso kann man hier auch gut den nervigen Gussgrat sehen.


Ein kurzer Ausflug zum Turm. Dieser ist sehr passgenau und annehmbar strukturiert. Das klingt super. Leider hat die obere Hälfte des Turmes im oberen Bereich eine fast rundum laufende Gussnaht. Diese gehört entfernt.



Hier sind die von mir verschliffenen Stellen zu erkennen. Leider ist das zweite Bild mit einem falschen Fokus, sorry dafür.


Wie bereits erwähnt gibt es die Möglichkeit die Blende mit und ohne Staubschutz zu bauen. Zu beiden Varianten gibt es einige Originalaufnahmen aus Korea. Etwas häufiger ist jedoch der Einsatz mit Staubschutz.
Takom hat diesen mit insgesamt fünf Teilen plus das zweigeteilte Rohr ausgelegt. Die Übergange habe ich mit etwas Spachtel angeglichen, ebenso habe ich die Löcher für die Aufnahme des Suchscheinwerfers verspachtelt da mein Fahrzeug diesen nicht montiert hatte.







Das Rohr hat ebenfalls eine gute Passgenauigkeit. Wer hier sauber klebt hat im Anschluss weniger zu schleifen.


Der Rohbau vom Turm wurde dann auch komplettiert. Die untere Hälfte wurde angeklebt und die Passgenauigkeit hat mir schon imponiert. Dennoch habe ich die Klebestellen versäubert. Bevor die Kleinteile angebaut werden bekommt der Turm noch eine Behandlung mit Mr. Surfacer 500 um die Gussstruktur meinem Geschmack anzupassen.






Die Blende ist nur aufgesteckt und noch nicht verklebt.





Die Mündungsbremse ist zweigeteilt. Auch hier muss sauber geklebt werden, dann halten sich die Schleifarbeiten in Grenzen. Das Endresultat ist annehmbar.



Weiter geht es an der Wanne. Hier wurden einige Teile angebracht und die ersten Ätzteile aus dem Voyager Set kamen zum Einsatz:










Das MG-Rohr aus Resin stammt aus einem Zurüstsatz von Formations für Shermans und wurde etwas weiter aufgebohrt und angepasst. Die seitlichen Griffen auf den Stauboxen sind aus dem Kasten, sehr filigran, aber wenn man aufpasst zerbricht nichts. Das Versäubern gestaltet sich sehr aufwendig. Von der Dicke her finde ich sie brauchbar. Ich habe sie im späteren Verlauf aber dennoch aus Draht ersetzt.
Die Griffe zum Öffnen und Verschließen der Staukästen sind ebenfalls aus dem Bausatz. Wie ich finde super gemacht von Takom.


Zusätzlich wurden auf dem Motordeck Details ergänzt:

Die Hebeösen sind einzeln anzubringen. Auch hier: Zum Versäubern die Hölle, aber das Resultat ist super! Die Bauanleitung spricht von 11 Ösen die man auf dem Motordeck verteilen soll. Leider wird nicht darauf eingegangen wo... und so habe ich nur 9 verbaut. Die anderen beiden kann ich nicht lokalisieren.
Um etwas Abwechslung reinzubringen wurden die Ösen auch immer anders positioniert.


Oftmals kann man auf Ätzteile verzichten indem man die Plastikteile entsprechend bearbeitet: Dünner schleifen oder mit dem Skalpell abschaben. Das gleiche hatte ich auch bei den Schutzbügeln der Rücklichter vor:

Rechts bearbeitet, links in originaler Materialstärke

Und hier die Rückseite.

Die Mühe hätte ich mir allerdings sparen können. Beim Abgleich mit div. Originalbildern stellte sich heraus, das die von Takom angedachte Halterung der Rücklichter als auch die Schutzbügel nicht dem Vorbild entsprechen (mag sein das das beim M47 passt, das habe ich jetzt nicht weiter recherchiert.).
Die Halterungen sind zu breit und wurden von mir stark verkürzt und anschließend dann doch die Ätzteile vom Voyager-Set verbaut:


Und hier direkt ein großes Lob an Takom: Das hier zu sehende Abschleppseil ist im Karton enthalten und von sehr guter Qualität. Hier spart man sich die Kosten für ein Kupferseil aus dem Zubehörmarkt. Die Bauanleitung schlägt vor das Seil vorn und hinten entsprechend den Halterungen zu befestigen und es links auf den Fendern entlang zu legen. Das war mir etwas zu öde, und so habe ich mich an ein paar Vorbildfotos aus Korea orientiert.
Ebenso zu sehen die Stützen für die Abdeckbleche sowie ein paar weitere Details. Letztlich fehlt jetzt nur die Verkabelung der Rücklichter. Der Abschlepphalen links ist das Bausatzteil, welches von mir mit einer Nadel und einem Skalpell etwas bearbeitet wurde damit es nicht ganz so plump aussieht.



Aber es gibt auch noch etwas Kritik an Takoms Bausatz:


Hier gleich zwei Dinge die im Jahr 2019 durchaus besser und modellbauerfreundlich gelöst werden könnten.
Zum Einen das cal .50 MG, welches zweiteilig daherkommt. Der MG-Körper muss mit zwei Teilen zusammengebaut werden, was unweigerlich zu einer mehr oder weniger sichtbaren Klebenaht führen wird. Zudem ist dadurch auch die Detaillierung auf dem MG kaum vorhanden. Noch schlechter ist das Rohr. In Zeiten von Slide Mould und Co. ist hier mal nix aufgebohrt. Rechts im Bild die Luke des Ladeschützen. Hier sind die Springfedern leider auch schon angegossen. Hier hätte ich mir separate Teile gewünscht. Beim ansonsten sehr hohen Level an Details eine ärgerliche Vereinfachung.


Und hier das cal .30 MG, gleiches wie beim cal .50.


Soweit bis hierhin. Ich hoffe euch gefällt der Baubericht.


Gruß
Maik

#2 RE: M46 Korea - Takom von Ebse68 26.12.2019 07:24

Hört Hört.... Sehr feine Sache und tolle Arbeit bis jetzt!!!!!

#3 RE: M46 Korea - Takom von Panzerroland 26.12.2019 10:40

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Hallo,

toller Modellbau, präsentiert in einem tollen Baubericht.

Gruß
Roland

#4 RE: M46 Korea - Takom von Winterson 26.12.2019 11:48

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Hey Maik,
tolle Arbeit du zeigst und die Fotoqualität ist super.
Besonders die Halterungen an den hinteren Schmutzfängern sehen top aus, schönes Detail!

#5 RE: M46 Korea - Takom von daleil 02.01.2020 09:58

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Hallo zusammen und allen ein frohes neues Jahr!

Auch über die vergangengen Feiertage wurde weiter am Modell gebastelt - das Modell ist wohl ein Feiertagsmodell ... ich hoffe aber ich bekomme es vor dem nächsten Feiertag fertig :)


Fangen wir mit den Fortschritten der Wanne an. An der Front wurden die Halterungen der Schutzbleche aus dem Voyager-Ätzteilsatz gebaut:

Hier direkt der Vergleich mit den Teilen aus dem Bausatz. Prinzipiell hat Takom die sehr schön umgesetzt. Für meinen Geschmack aber etwas zu dick gegossen (und mit dem obligatorischen Gussgrat).


Und hier nochmal der Vergleich mit den Bausatzteilen vom Heck. (etwas unscharf, sorry dafür...)

Die Ätzteile sind ja für den Pershing gedacht und etwas zu lang, deshalb musste ich sie etwas kürzen:

Mit einer scharfen Schere kein Problem. Hier sieht man (leider) auch das ich die Ätzteile verklebe. Löten würde hier zum einen mehr Stabilität geben, zum anderen etwas sauberer aussehen. Das Makro knallt hier gnadenlos rein. Und die Teile sind mir auch etliche Male wieder auseinandergegangen ...



Und die Wanne wurde anschließend komplettiert, die Scheinwerferbügel und die Bügel über den Periskopen wurden ebenso angeklebt wie die Verkabelung der Scheinwerfer und des Signalhorns.








Nachdem die Wanne also fertig ist, geht's zum Turm.
Die Gussstruktur wurde mittels Mr. Surfacer 500 etwas meinem Geschmack angepasst. Und die ersten Bauteile sind angeklebt:





Am Turmheck wurden die Klemmen zur Aufnahme des Rohres vom MG vom Träger gelöst. Diese werden ebenfalls durch Ätzteile dargestellt. Auch das ist eine sehr frimelige Arbeit die Klammern korrekt zu biegen, aber mit etwas Übung (meine Shermans bekommen die auch) und ganz viel Geduld klappt das. Und für meinen Geschmack sehen die das wesentlich besser, da filigraner aus. Dazu aber erst beim nächsten Update Bilder.


So langsam sieht das Ganze dann auch wie ein Panzer aus:



Die Ladeschützenluke hatte ich ja schon weiter oben gezeigt. Für meinen Geschmack geht das heutzutage in Spritzguss deutlich besser. Man kann die Federn durchaus auch als Extrateile gießen.
Glücklicherweise schafft auch hier Voyager Abhilfe:

Vorher

Nachher
Eine Fummelarbeit, aber lohnenswert.


Und ebenfalls in dem umfangreichen (Jumbo) Ätzteilsatz enthalten ist ein MG. Und zwar mit schön gegossenen Resinteilen und etlichen Ätzteilen:

Der Griff am Rohr wird übrigens noch genauso wie die Schutzbügel der Periskope mit Mr. Surfacer 500 behandelt um ein rundes Profil zu erhalten.


Soweit das Update. Man kann das Potenzial des Bausatzes hoffentlich sehen. Takom hat alles durchaus ansprechend in Spritzguss dargestellt. Manche Sachen leider ärgerlich vereinfacht, und dieser echt nervige Gussgrat den es zu entfernen gilt. Aber abgesehen davon ein guter Bausatz eines sehr interessanten Panzers wie ich finde.

Im nächsten Post zeige ich euch dann höchstwahrscheinlich auch welches Fahrzeug es werden soll. Bis dahin,



Gruß
Maik

#6 RE: M46 Korea - Takom von Panzerwart 02.01.2020 12:48

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Toll, was du hier zeigst. Klasse finde ich den Vergleich Bausatzteil zu Ätzteil
Hier zeigt sich, warum auch ich gerne Ätzteile verwende.
Erst letzten Samstag bei unserem Stammtisch wurde ich gefragt, ob man den Unterschied überhaupt sieht, weil ich die Oberwannenpanzerung eines SdKfz 250 zusammenlötete. Hier ist mal wieder der Beweis. Was jetzt aber nicht wieder heissen soll, das Ätzteile obligatorisch sein sollten. Jeder wie er kann oder mag.
Weiter so Maik
Gruss
Jörg

#7 RE: M46 Korea - Takom von Ebse68 02.01.2020 13:08

Respekt....Großes Kino bis jetzt!!!!
Bin begeistert und gespannt wie die Reise weitergeht....

#8 RE: M46 Korea - Takom von jerrymaus 02.01.2020 14:15

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Hallo Maik
1A Arbeit (wieder)von Dir,großes Kino. Zu dem Bausatz,ist doch von TAKOM,hatte jetzt auch zwei Bausätze von dehnen,wo ich Dir 100% zustimmen muß.Aufgebohrte Rohre sind da vollkommen unbekannt und mit den Fischhäuten,keine Seltenheit,eher "Standart".Großer Vorteil finde ich bei dehnen das Preis/Leistungs Verhältnis.

Auch vielen Dank,das Du Dir die Zeit & Mühe machst,hier einen Baubericht reinzustellen.
Liebe Grüße
Thomas

#9 RE: M46 Korea - Takom von Army66 02.01.2020 20:01

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Guten Abend
Wenn doch aber ,die sonstige Qualität passt, ist doch etwas Fischhaut doch kein Problem. Wir sind doch schließlich Bastler und keine Lego zusammenstecker. Mir wäre ein Bausatz der "wirklich" perfekt ist, eher ein Graus. Etwas Individuelle Verbesserung mach ein Modell" Individuell". Jeder nach seinen Fertigkeiten. Das mag ich hier.

#10 RE: M46 Korea - Takom von Stefan 02.01.2020 20:15

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Super Bericht und Modellbau !!! Hut ab und vielen Dank

#11 RE: M46 Korea - Takom von daleil 04.01.2020 20:43

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Nabend Leute!

Ich danke euch für die Resonanz auf das bisher Gezeigte! Freut mich das der Patton hier Anklang findet!

@Panzerwart
Wow, okay, das ist mir dann auch ein paar Nummern zu groß, den gesamten Aufbau aus Ätzteilen herzustellen. Aber natürlich hat man dann super Möglichkeiten Beschädigungen und Details ganz anders darzustellen. Auf jeden Fall eine tolle Sache!

@Army66
Ich glaube den perfekten Bausatz wirds auch nie geben. Das ist auch gut so, das stimmt. Und ja, hier hat jeder die Möglichkeit das Modell ganz nach seinem Geschmack zu bauen. Das ist beim Takom M46 definitiv gegeben.
Ich finde es nur schade das auch viel Potenzial verschenkt worden ist - denn etwas mehr Sorgfalt, etwas bessere Maschinen bei der Produktion und das Modell wäre auf Jahre/Jahrzehnte der Maßstab der Reihe M46/M47 gewesen.
Und aufgebohrte MG-Rohre oder seperate Federn für die Ladeschützenluke ist ja nix neues, gibts schon seit Jahren bei anderen Herstellern.
Aber gut, letztlich ist es ein guter Bausatz.


In den letzten Tagen habe ich dann die Zeit genutzt und den Turm fertiggestellt.






Man sieht viele Ätzteile sowie das fertige MG aus dem Voyager-Set. Die Halterung des MG-Kastens ist beweglich ausgelegt, und ich habs tatsächlich geschafft das auch so umzusetzen. Ist ein bisschen schief wie man auf den Fotos sieht, ist mittlerweile wieder grade gebogen (also die hintere Klappe).
Weiß jemand wie die Halterung aussehen muss wenn kein Kasten montiert ist?
Zusätzlich habe ich die aus Spritzguß ausgelegten Haltegriffe seitlich und am Heck mit Draht ersetzt. Tut einiges für das Gesamtbild.
Die Antennen habe ich mir aus dem AFV-Club Duster-Bausatz gemopst (dieser bekommt ebenfalls Ätzteile von Voyager, dort ist ein gedrehtes Teil enthalten), die sind wesentlich besser detailliert als die Teile aus dem Bausatz.
Die Ersatzkettenglieder haben noch ein kleines Update in Form des Mittelstegs aus dem AFV-Club Set für die T80E1 Einzelgliederkette bekommen.
Das MG ist nur provisorisch aufgesteckt. Bei der Endmontage kommt es natürlich in die Klammer. Aber einmal dort drin habe ich Sorge das es nicht ohne Abriss wieder rausgeht.
Eventuell wird das MG auch noch nach vorne verlegt, oder aber ich montiere vorne noch ein cal .30 zusätzlich. Die Halterung des MGs selbst stammt aus der Restekiste.

An der rechten Turmseite sieht man das Kettenspannwerkzeug. Dieses ist ein Resinteil von Tank Workshop und wesentlich detaillierter als das Bausatzteil. Ich habe die Ätzteilhalterung (Voyager) an der linken Seite leer gelassen und mich an einigen Originalbildern orientiert, aber rechts wollte ich das Teil noch dran haben.

Hier der direkte Vergleich von Bausatzteil und Resinteil:





Und bis auf die Kette ist der Panzer auch dann fertig gebaut:









Auf den Bildern ist mir allerdings noch aufgefallen das die Halterungen des Spannwerkzeugs noch Nieten benötigen. Und Mr.Surfacer 500 für das Profil der Periskopbügel hab ich auch vergessen ...


Ich habe sehr lange überlegt welches Fahrzeug ich darstellen möchte. Der Bausatz enthält ja wirklich viele Decalvorschläge und ich hatte mir zusätzlich noch den Star Decals Bogen geholt und mich schlussendlich für ein Fahrzeug vom 245th Tank Battalion, 45th Infantry Division entschieden.
Grund dafür: die T84E1-Kette (dann kann ich die T80E1 hoffentlich für den Tamiya Pershing nutzen) sowie die zweifarbige Tarnung:
Ein Bild gibts hier auf der Star Decals Seite: http://star-decals.net/35-C1192.html Option C

Das Originalbild vom Fahrzeug kann man hier im 4. Post sehen:
http://www.usmilitariaforum.com/

Allerdings stehe ich nun vor zwei Problemen:
1. Das vermutliche "frühe", offene Antriebsrad. Hierfür wollte ich erst das nehmen welches mir Steffen freundlicherweise für den Pershing geschickt hat. Das klappte aber dann auch nicht. Ich habe jetzt tatsächlich eines aus Tascas Easy Eight Bausatz gemopst und nur die zwei mittleren Ringe zum Führen der Zähne ergänzt. Das hat ganz gut geklappt und passt!
2. Nur drei Stützrollen und keine fünf. Keine Ahnung wieso. Einfach nur nicht montiert oder eine Feldimprovisation? Sollten bei dem Fahrzeug nur die Rollen fehlen müsste man eigentlich die Halterungen hierfür erkennen können vom Blickwinkel her...schwierige Sache. Ich habe auch unter den gesammelten Bildern von M46 in Korea nur eines gefunden, wo ebenfalls nur drei Laufrollen montiert sind.
Die überwiegende Mehrheit hat fünf. Ich werde vermutlich auch alle montieren ... diese kleine Ungenauigkeit gegenüber dem Vorbild nehme ich dann mittels Unkenntnis in Kauf...

Aktuell habe ich die Kette im Bau. Die besteht, wie bereits erwähnt, aus Segmenten für die langen Stücke und Einzelgliedern. Passgenauigkeit auch im Zusammenspiel mit der Schablone ist gut. Leider auch hier viel zu versäubern und Auswerfermarken, die man hoffentlich später nicht mehr sieht...
Bilder hierzu gibts dann aber erst in ein paar Tagen.



Gruß
Maik

#12 RE: M46 Korea - Takom von Ebse68 05.01.2020 07:08

@daleil
Absolute Spitzenklasse....
Was das Cal.50 M2 Browning angeht, beziehungsweise den Gurtkastenhalter,
denn Obere Deckel entweder nach unten oder oben klappen, ich kenne das nur aus meiner Zeit da war der in der Regel nach oben geklappt um den Guertkasten schneller und einfacher einsetzen zu können, bei der hinteren halterung das selbe spiel entweder leicht nach innen oder außen klappen.

#13 RE: M46 Korea - Takom von daleil 07.01.2020 21:07

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Guten Abend zusammen!

Und weiter gehts hier! Danke erstmal an @Ebse68 für die Erläuterung. Glücklicherweise hat mir dann auch noch unsere gute Forenfee mit einem Link beglückt, wo man sehr gut die verschiedenen Bauteile der Halterung und beim Aufmunitionieren sehen kann.
Ich habe dann nur die beiden Bleche ergänzt welche die Munition scheinbar nach unten in den Kasten drücken, vermutlich um ein Klemmen zu verhindern.


Zum Glück ist es mir noch früh genug eingefallen: Ich hatte das Werkzeug-Rack an der Front komplett vergessen ... das wäre ja was geworden.
Ich habe jetzt das Bausatzteil verwendet, allerdings die Seiten deutlich dünner geschliffen. Das Werkzeug selbst stammt von AFV-Club aus der Grabbelkiste und ist wesentlich besser detailliert.
Takom hat im Bausatz zwar ein Plastikteil für die Halterung des Hammers mitgelegt, den Hammer selbst aber übrigens komplett unterschlagen. Der stammt aus einem Werkzeugset von Voyager.



Des Weiteren habe ich noch zwei Rucksäcke hinten am Turmheck sowie einen Helm dort platziert. Mehr Gerödel wird es wohl nicht werden.




Und hier nochmal die Alternative Platzierung des MGs:


Momentan tendiere ich zu diesem Setup. Ein cal .30 wird wohl nicht mehr dazu kommen.



So sieht das fertig gebaute Modell dann aus:





Und dann habe ich den freien Vormittag gestern genutzt und mit der schwarzen Grundierung von Mission Models den Luftpinsel geschwungen!









Jetzt wird das Tempo hier etwas zurückgehen, ab heute ging der Ernst des Lebens wieder los und ich darf meine Arbeitskollegen wieder unterstützen.




Gruß
Maik
[spoiler]

#14 RE: M46 Korea - Takom von Michael Wolff 08.01.2020 12:27

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Das ist Modellbau der Spitzenklasse !! Mehr gibt's nicht hinzuzufügen .

Gruß Micha

#15 RE: M46 Korea - Takom von daleil 20.01.2020 22:35

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Hallo und guten Abend zusammen!

Danke für euer Feedback. Freut mich das mein Modell und der Bericht hier großen Anklang finden!

Wie versprochen hat es etwas länger gedauert bis zum Update.

Zuerst zu den Triebrädern.

Von links nach rechts: Hobby Boss M26 (eigentlich für den M26 gedacht, von SteffenB. bekommen, danke nochmal), Tasca/Asuka Easy Eight, Bausatzteile Takom.
Da ich ja die Triebräder mit den durchbrochenen Zähnen brauche fiel das Bausatzteil raus. Das Teil von Hobby Boss ist aber wie man sieht zu kurz. Habe dann das Teil von Tasca/Asuka genommen, hier mussten dann nur noch die beiden inneren Ringe als Führung zugefügt werden:



Dann ein paar Worte/Bilder zur Kette. Takom hat sich für eine Segmentkette entschieden und sowohl die T80E1 als auch die T84E1 beigelegt. Zusätzlich noch eine Montagehilfe. Das ist echt super gemacht und ein guter Kompromiss zu einer Einzelgliederkette.


Passt ganz gut, allerdings mussten an der Montagehilfe zwei kleine Haltepunkte weggeschnitten werden. Ist aber keine Rede Wert.
Es gibt aber auch hier Kritik: Zum einen der Grat an den Teilen, das Versäubern nervt. Viel tragischer, das fiel mir leider erst auf nachdem ich die erste Kette fast fertig montiert hatte, ist die falsche Darstsellung der Kettenverbindern an den Außenseiten. Also mussten auch hier noch nachgearbeitet werden. Geht aber recht flott:

Ich hoffe man erkennt den Unterschied.


Ich habe dann auch weiter an der Lackierung gefeilt.
Nach der schwarzen Grundierung folgte das obligatorische weiße Aufhellen der oberen Flächen. Da das Fahrzeug ja zweifarbig wird war ich mir im Vorfeld nicht sicher ob die schwarz/weiße Grundierung überhaupt nötig ist. Habe mich dann aber dafür entschieden. Der ursprüngliche Plan war die beiden Farben nicht überlappend aufzutragen, also erst die grünen Flächen und dann anschließend (im doppelten Sinne) die braunen. Das ging aber in die Hose:


Was hat mich gestört: Das Preshading war komplett verschwunden, der Farbauftrag nicht homogen. Einfach nicht so wie ich mir das vorgestellt habe. Kommt halt davon wenn 90% der Modelle die man baut einfarbig sind...:)


Also wieder alles schwarz, wieder weißes Preshading und dann wie gewohnt erstmal alles Olive Drab:




Deutlich besser, man sieht sehr gut die leichten Farbschattierungen an den oberen Flächen bzw. im oberen Bereich zB des Turmes.


Anschließend folgten dann die hellbraunen Streifen:




Lackiert wurde alles mit Mission Models Farben. Sowohl das Grün als auch das Braun wurden angemischt und ohne Abkleben lackiert. Der Farbübergang beim Original ist meines Erachtens auch nicht allzu scharfkantig, also sollte das so passen.
Der Bereich des Fahrwerks wird später noch mit einem Khaki Oliv lackiert, um direkt schon eine schöne Farbe für Staub und Dreck zu haben die sich vom oberen Farbton abhebt. Deswegen ist dort noch die schwarze Grundierung zu sehen.

Soviel für diese Woche. Die zweite Kette folgt, anschließend wird dann auch dort Farbe ins Spiel kommen, ebenso wie die Laufrollen. Das wird aber wieder etwas dauern.



Gruß
Maik

#16 RE: M46 Korea - Takom von Stefan 21.01.2020 16:14

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Bitte nicht böse sein, aber irgendwie bin ich nicht 100% von der Lackierung überzeugt. kann nicht sage, was es ist. irgendwie zu glatt ohne Kontraste, kommt mir wenigstens so vor.


Hoffentlich wird es nach der Alterung anders rüberkommen.

#17 RE: M46 Korea - Takom von Ebse68 23.01.2020 06:15

Ich schließe mich da Stefan an, das wirkt zumindest jetzt viel zu Homogene für mich, da fehlt Tiefe.
Ich hätte die Senkrechten gegenüber den
Wagerechten Flächen deutlich heller bzw. dunkler gehalten....
Bin sehr gespannt wie es weiter geht.

#18 RE: M46 Korea - Takom von Panzerroland 23.01.2020 13:33

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Hallo Maik,

ich weiß ja nicht wie du weiter vorgehen willst, aber bis jetzt ist ja alles sehr hell. Wird das Ganze mit den nächsten Schritten noch dunkler? Fehlt der Erdfarbe nicht noch etwas Orange?

Ich denke so einer wie der hier ist dein Vorbild:

http://i1295.photobucket.com/albums/b630...zpslikalxgb.jpg

Ist dein Vorbild bei der Army oder bei den Marines?

Gruß
Roland

#19 RE: M46 Korea - Takom von Army66 24.01.2020 09:58

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Roland mit Bildern wäre ich vorsichtiger. Da können durch Sonne ,Wolken und andere Belichtungseinflüsse Farbverfälschungen auftreten. Das Thema gab es schon mal bei einem Modell von mir.

Gr. Roger

#20 RE: M46 Korea - Takom von Panzerroland 24.01.2020 11:29

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Hallo Roger,

ja, ich weiß. Mir ist es erst jetzt aufgefallen, das er hellbraune Farbe genommen hat, Ich dachte das soll Earth Yellow sein.

Gruß
Roland

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