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#21 RE: Sd.Kfz. 222 (Hobbyboss) von Alex DeLarge 28.03.2019 20:48

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Farbechtheit ist für meinen Geschmack relativ. Ziemlich viele Variablen: Alter der Farbe, Ausbleichung, Grundierungsfarbe, nachträgliche Anwendung von Filtern, usw. Bei einem Modell kommt noch der Scale-Factor dazu. Findet man im Antiquariat tatsächlich einen Originalpott 42er Farbe und lackiert ein 1:35-Modell damit, wirkt die Farbe immer noch nicht echt, weil beim Modell aufgrund des kleinen Maßstabes der Scale-Factor verfälscht. Letztlich wird das Ganze auch noch in der Wiedergabe durch Fotographie verfälscht (Helligkeit, Ausleuchtung, etc.). Dahingehend denke ich: Die Farbe sollte für meinen Geschmack nur gut zu verarbeiten sein und plausibel aussehen. Glücklich bin ich mit dem niedrigen Kontrast der Abtarnfarbe wie gesagt auch nicht.

Zitat von trex.10 im Beitrag #20
Das angewandte Chipping sieht künstlerisch sicherlich interessant aus, praktisch habe ich in meinen diversen Saharadurchquerungen zwischen 1988-2007 keinen Sandsturm erlebt, der einen derartigen abrasiven Effekt auf der Farbe meiner diversen Reisefahrzeuge hinterlassen hätte.
Mal davon abgesehen, daß es meinem Anspruch völlig genügt, wenn es künstlerisch interessant aussieht (mehr möchte ich gar nicht), fällt mir dieses Bild ein. Siehe Oberkante Blende:


Quelle: pinterest.com

Zeig uns doch mal dein 222er.

#22 RE: Sd.Kfz. 222 (Hobbyboss) von trex.10 30.03.2019 16:01

Wie ich Eingangs erwähnt habe richteten sich meine Kommentare an die (noch immer ?) im DMMB-Forum aktiven „Nietenzähler.
Und bezüglich Afrikafarben sollte es hier im Forum (Archiv?) noch irgendwo einen thread dazu von mir geben.

Ad mein Sd.Kfz 222, s.h.hier:
Sd.Kfz 222, 2.Baulos, Nordafrika, Frühjahr 1941

#23 RE: Sd.Kfz. 222 (Hobbyboss) von Steffen 30.03.2019 20:10

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@Alex DeLarge
Jeder setzt seine Ziele beim Modellbau anders. Ganz nach Lust und Laune. Erich und ich sind Nietenzähler - das stehen wir zu und finde das gut.
Andererseits gibt es unsere kreativen Köpfe - ebenso gut und vollauf erstklassige Modellbauer. Deine Vorliebe fürs effektvolle Altern ist ja bekannt. Ich persönlich mag es fabrikneu und wohl gepflegt. Und auch wenn es nicht mein Metier ist ; Hut ab vor dem, was du da auf die Räder stellst ! Nicht unbedingt authentisch - aber dennoch ein top Modell.



@trex.10

Zitat von trex.10 im Beitrag #22
Wie ich Eingangs erwähnt habe richteten sich meine Kommentare an die (noch immer ?) im DMMB-Forum aktiven „Nietenzähler.
Jawoll, hier ist einer !


Zitat von trex.10 im Beitrag #22
bezüglich Afrikafarben sollte es hier im Forum (Archiv?) noch irgendwo einen thread dazu von mir geben.
Korrekt, hier : RAL8000 in Tunesien

#24 RE: Sd.Kfz. 222 (Hobbyboss) von trex.10 31.03.2019 11:17

@ Alex DeLarge

Steffen Ausage

Zitat
Jeder setzt seine Ziele beim Modellbau anders. Ganz nach Lust und Laune. Erich und ich sind Nietenzähler - das stehen wir zu und finde das gut.
Andererseits gibt es unsere kreativen Köpfe - ebenso gut und vollauf erstklassige Modellbauer.


stimme ich zu 100% zu.

@ Steffen
Ich meinte einen anderen thread zu dem Thema aber egal.

Für Diejenigen, die sich für das von Alex verlinkte Foto


und den Hinweis auf die graue, durchscheinende Farbe auf der Geschützblenden Oberseite interessieren:

Das Bild zeigt einen PzIII des PR5 der 5.leiDiv., ganz zu Beginn des Afrikafeldzuges

Das ist eine schlecht gemachte, nachträgliche Colorisierung eines im Original schon unscharfen S/W Bildes, das (am Original besser zu sehen) extrem viel, für die dortige Gegend aber absolut üblichen Staub auf dem Panzer + der Besatzung zeigt.
Weil aber die Grundfarbe der gerade in Afrika angekommenen PZ der PR5 Schwarzgrau 7021 war, das anschließend grob mit einem Sandton überspritzt wurde, (so wie wie hier auf einem originalen Farbfoto zu sehen)


Quelle: Quelle: https://afrikaneer.wordpress.com/


ergeben sich auf dem S/W Bild zwei Haupt-Farbnuancen = "Dunkel" für RAL7021 und "Hell" für alles was heller ist als das Dunkelgrau, also z.b. Olivgrün für die Uniformen, sowie Staub und eventuell Afrika Sandfarbe ist.
Wenn das dann jemand colorisiert, der die Orignalfarben nicht kennt, und auch nicht weiß wie unterschiedlich Staub in Afrika im Generellen und in der Sahra im Besonderen aussehen kann, dann kommt das raus was auf dem Foto zu sehen ist, viel "sandiges Braun", sogar an den Uniformen, die leicht nachprüfbar, Oliv oder Khakifarben sind/waren.
Das in Folge ein Teil der Geschützblende auf dem „Farbfoto“ in Dunkelgrau rauskommt bedeutet nur, daß die Jungs entweder mit ihrem Hosenboden den Staub dort abgewischt haben oder dort von Anfang an keine Sandfabe hingespritzt worden ist, denn Staub war mit Sicherheit drauf.
Aber eine Folge von Chipping ist das niemals.

Ich kann zwar nicht sagen zu welcher Kompanie des PR5 der PzIII Ausf G in dem von Alex verlinkten Bild gehört,
aber das folgende Bild zeigt einen Pz III der 1.Komp des PR5 beim Befahren des Derna-Passes.


Quelle: www.ebay.de

Ganz klar ist zu sehen wie grob, oder besser wolkig eine helle Komplementärfarbe ( RAL 8000 ? ) über das Panzergrau lackiert wurde.
Aber von "Chipping" wie heutzutage im Modellbau üblich (die spanische Schule läßt grüssen) ist nichts zu sehen. Sogar die Verstaubung ist moderat, sonst wären die Farbunterschiede nicht so klar erkennbar.
Nun sind es aber von Tripolis, wo nahezu alle Pz III und IV des PR5 umlackiert wurden bis nach Derna ca. 890 Kilometer unter "Wüsten" bedingungen. Das PR5 traf um den 13.3 in Tripolis ein, am 20.03. (umlackiert) an der Front bei El Agheila, und die ersten Panzereinheiten waren um den 6/7.4 in Derna.
Das heißt ca. 3 Wochen permanent unterwegs.
Wenn also der PzIII in dem colorisierten Foto nicht eine komplett andere Strecke (um dort mehr Steinschlägen und abrasiven Sandstürmen ausgesetzt gewesen zu sein) gefahren ist als seine Kameraden, dann müßte er ohne Staub in etwa so (ungechipt ) aussehen wie sein Kollege am Dernapass.

Aber wie Steffen richtig anmerkt:
Der Eine mag das Künstlerische, der Andere versucht die Realiät nachzustellen.
Jeder wie er mag.

#25 RE: Sd.Kfz. 222 (Hobbyboss) von Alex DeLarge 06.04.2019 02:29

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Noch etwas mit Staub und Schmutz rumgespielt, ein bißchen Plunder angebracht und fertig.









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