#1 T-62 Mod. 1972, Afghanistan Intervention (Trumpeter 1:35) von Alex DeLarge 23.10.2017 14:36

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An sich als Nachkriegsfahrzeug nicht unbedingt meine Zielgruppe, wenn er doch nur nicht so ästhetisch 'hübsch' wäre...

T-62 Mod. 1972 mit nachgerüstetem Laser-Rangefinder und T-72-Laufwerk wie von den Sowjets in den frühen 1980ern bei der Afghanistan-Intervention benutzt. Selbstverständlich ist der Bock nach zwei Jahren im staubigen Einsatz schon ordentlich abgetakelt.

Der Trumpeter-Bausatz ist ein rundum-glücklich Paket, das sogar eine Crew enthält. Für schlappe 30 EUR eine Menge Bastelspaß. An grobem Mangel habe ich lediglich die Benzinleitungen an den Außentanks nachdetailliert. Nachgerüstet sind nur die wesentlich brachialer wirkende T-72 Kette, Hornet-Köpfe für die originalen Quadratschädel der Crew und das übliche Russensortiment (Eimer, Echtholz-Baumstamm, Wodkakiste und Vorschlaghammer als Universalwerkzeug).

























#2 RE: T-62 Mod. 1972, Afghanistan Intervention (Trumpeter 1:35) von Stefan 23.10.2017 16:29

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"Hübsch" ist Ansichtssache aber ansehnlich und gelungen ist das Modell auf jeden Fall. Nicht zuviel verrottet aber doch abgenutzt, auch die Figuren und das Zubehör sehen gekonnt bemalt aus.

#3 RE: T-62 Mod. 1972, Afghanistan Intervention (Trumpeter 1:35) von FloHero 23.10.2017 17:47

Die T-Modelle nach dem Krieg sehen irgendwie alle gleich aus, werden nur etwas größer und schnittiger.
Ein sehr, auf gewisse Art und Weise "hübsches" Modell, da muss ich dem Erbauer Recht geben.

Sehr schön umgesetzt mit nicht zu überladenden kleinen Details.

Die Figuren gefallen mir nicht ganz so, aber hübsch waren die Besatzungen damals wahrscheinlich auch nicht.

#4 RE: T-62 Mod. 1972, Afghanistan Intervention (Trumpeter 1:35) von Panzerroland 23.10.2017 18:26

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Hallo Alex,

das ist ein echter Leckerbissen, trifft genau meinen Geschmack! Zwei Dinge möchte ich allesdings schon bemerken.

1. Die Besatzung hat sehr länge Hälse.

2. Vorausgesetzt dein T-62 fährt gerade, dann wird er bald einen überhitzten Motor bekommen, denn die Klappe zwischen Plane und Vorschlaghammer ist bei Betrieb offen.

Gruß
Roland

#5 RE: T-62 Mod. 1972, Afghanistan Intervention (Trumpeter 1:35) von Alex DeLarge 23.10.2017 19:07

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Dank euch.

Zitat von FloHero im Beitrag #3
Die Figuren gefallen mir nicht ganz so, aber hübsch waren die Besatzungen damals wahrscheinlich auch nicht.

Sie waren halt dabei. Kein Vergleich zu guten Figuren natürlich. Prägedetails, Faltenwurf, etc. wenig vorhanden. Garniert um schwarze Uniformen (Schatten und Highligts haben sie ja durchaus), geht da leider nicht viel.

Zitat von Panzerroland im Beitrag #4
1. Die Besatzung hat sehr länge Hälse.

Jup, ist mir vorher nicht aufgefallen - sieht man aber auf der Aufnahme von hinten. Da kann nochmal die Pfeile dran.

Zitat von Panzerroland im Beitrag #4
2. Vorausgesetzt dein T-62 fährt gerade, dann wird er bald einen überhitzten Motor bekommen, denn die Klappe zwischen Plane und Vorschlaghammer ist bei Betrieb offen.

Ist bekannt. Trumpeter hat aber leider kein Gitter für unter diesen Dom beigelegt, noch hat dieser von innen Details, oder annährend korrekte Wandstärken. Deshalb kann man sie leider eigentlich nur geschlossen darstellen.

... wobei: Ist wahrscheinlich auch besser, wenn die Russen nicht fahren. In der Wodkakiste sind nur noch 2 Flaschen drin.

#6 RE: T-62 Mod. 1972, Afghanistan Intervention (Trumpeter 1:35) von Panzerroland 23.10.2017 19:54

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Zitat von Alex DeLarge im Beitrag #5


... wobei: Ist wahrscheinlich auch besser, wenn die Russen nicht fahren. In der Wodkakiste sind nur noch 2 Flaschen drin.


Ich dachte immer in Rußland darf man nicht nüchtern fahren.

Das Trumpeter keine Details unter der Klappe vorgesehen hat ist aber schade. Dann wohl besser Klappe zu.

Gruß
Roland

#7 RE: T-62 Mod. 1972, Afghanistan Intervention (Trumpeter 1:35) von Holger von der Wolga 23.10.2017 20:55

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Hi Alex...

Ich finde deinen Panzer auch super. Er ist als Vorbild schön und auch als Modell. Ich mag es, dass er gealtert aber nicht total verranzt ist. Das Tarnschema und einige Kleinigkeiten, die das Modell bereichern und ihm das gewisse Etwas geben, finde ich auch toll. Doch hier habe ich einige Fragen. Rein optisch und künstlerisch betrachtet, finde ich die Wodkakiste und dein RPG toll - ist ein nettes Detail. Doch wenn ich realistisch denke, dann frage ich mich Folgendes. Selbst wenn die Russen heimlich oder offiziell Wodkaflaschen mitgenommen haben, würden die dann da so offen stehen, wo sie so leicht umfallen oder durch Splitter leicht kaputt gehen können?!? (Erst recht nur noch zwei Flaschen die sich gegenseitig keinen Halt geben) Ich würde den heiligen Wodka doch irgendwie im Innenraum fest binden / fest klemmen.
Dann weiß ich nicht, ob es üblich war, eine Panzerabwehrwaffe am Panzer offen zu tragen? Auf dem ersten Blick ist mir das etwas unlogisch, da seine Kanone ja wohl wesentlich mehr dazu geeignet ist. Aber hier lass ich mich gerne belehren.
Das hier soll dein Modell nicht schlecht machen, da es gut so aussieht. Aber vielleicht ist es ein kleiner Denkanstoß für dich oder für mich.

Wenn du an den Figuren nochmal die Feile ansetzt, musst du doch eh nochmal n bisschen malen. Ich persönlich kann Figuren überhaupt nicht gut bemalen und bin deswegen nicht unbedingt der Richtige, der das sagt, aber magst du dann nicht noch die Verbindungsstellen zwischen Armen und Körper verpspachteln? Das ist mir sofort aufgefallen.

LG Holger

#8 RE: T-62 Mod. 1972, Afghanistan Intervention (Trumpeter 1:35) von Alex DeLarge 23.10.2017 21:33

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Zitat von Holger von der Wolga im Beitrag #7
Selbst wenn die Russen heimlich oder offiziell Wodkaflaschen mitgenommen haben, würden die dann da so offen stehen, wo sie so leicht umfallen oder durch Splitter leicht kaputt gehen können?!?

Der Panzer hat die Aufgabe, die Paßhöhe 142 im Hindukusch auf 3500 m zu sichern. Draußen transportiert ist er wohl temperiert.

Zitat von Holger von der Wolga im Beitrag #7
Dann weiß ich nicht, ob es üblich war, eine Panzerabwehrwaffe am Panzer offen zu tragen? Auf dem ersten Blick ist mir das etwas unlogisch, da seine Kanone ja wohl wesentlich mehr dazu geeignet ist. Aber hier lass ich mich gerne belehren.


Gute Frage, such's dir aus:
O Die RPG hat die Besatzung als Souvenir von einem toten Mujaheddin mitgenommen und dort hingehängt, weil's martialisch ausschaut.
O Ladeschütze Ivanovitsch ist ziemlich schießwütig, hat die 40 Schuß onboard schnell verballert und gerne noch ein Backup zur Hand.
O Das Ding hatte Ladehemmung. Deshalb soll sie zurück zur Basis.

Zitat von Holger von der Wolga im Beitrag #7
aber magst du dann nicht noch die Verbindungsstellen zwischen Armen und Körper verpspachteln?

Eher nicht. Dort sind doch Nähte. Allenfalls der rechte Arm des Fahrers könnte angeglichen werden. Aber bevor ich für die Jungs noch Zeit aufwende: Luke zu löst das Problem zeitökonomischer.

#9 RE: T-62 Mod. 1972, Afghanistan Intervention (Trumpeter 1:35) von FBT 24.10.2017 15:13

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Sehr gelungenes Modell.
Gefällt mir sehr gut.

#10 RE: T-62 Mod. 1972, Afghanistan Intervention (Trumpeter 1:35) von Laurents 25.10.2017 10:01

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Das Modell sieht klasse aus! Besonders gefällt mir die Lackierung. Schöne Aufhellungen, Streaks, usw. machen den Lack schon abwechlungsreich. Auch die zusätzlichen Details kommen auch sehr gut! Alles ist aber sehr dezent und springt einem nicht direkt ins Auge. Sehr schön gemacht Auch die Alterung und Verschmutzung gefällt mir sehr gut. Ich bin sowieso ein großer Freund der Sprenkel-Technik

Was mir aufgefallen ist:

- Vorne scheint ein spalt zwischen Ober- und Unterwanne zu sein.
- Baumstamm und Abschleppkabel haben keine Pigmente abbekommen.
- Ich würde die Ketten tauschen, sofern es noch geht. Dann hast du die Drähte verdeckt.
- Die Figuren sind im Vergleich zu deinem T-34 nicht so gelungen.

Ist Kritik auf hohem Niveau und eher Kleinigkeiten. Es bleibt für mich bei einem sehr schönen Modell

#11 RE: T-62 Mod. 1972, Afghanistan Intervention (Trumpeter 1:35) von Alex DeLarge 25.10.2017 12:27

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Vielen Dank für eure Kommentare.

Den minimale Spalt vorne - ich habe ihn sogar noch per Pinwash abgehoben - hielt ich für vorgegeben. Referenz zeigt jedoch, daß er das nicht ist. Hier wird noch per Gußast nachgebessert, weil die Stelle so prominent ist.
Kabel und Baumstamm wurden praktisch erst nach Schmutzfahrt montiert. Baulich hat das den Hintergrund, daß ich die, wie ich finde, gelungene, Holzmaserung und den Metalleffekt der Kabel nicht unter Dreck verstecken möchte.
Die Kette tauschen funktioniert nicht, weil sonst eine Seite gegen die Laufrichtung ginge. In der Vitrine steht der Panzer mit der rechten Seite nach vorne, deshalb ist die Stiftseite links angeordnet.
Die Trumpeter'schen Plastikmänneken sind mittlerweile in die Tonne gewandert - die Köpfe hab ich mal aufgehoben. Werde ihm eine anständige Crew gönnen.

#12 RE: T-62 Mod. 1972, Afghanistan Intervention (Trumpeter 1:35) von Eder2019 05.05.2020 12:41

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Der sieht echt klasse aus. Top

#13 RE: T-62 Mod. 1972, Afghanistan Intervention (Trumpeter 1:35) von Winterson 14.05.2020 00:08

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Klasse Model, gefällt sehr gut!
Deine Art die Fahrzeuge zu Verschmutzen sieht jedes mal klasse aus. Quasi homogen inhomogen. Zuerst hab ich nur auf die Bilder geachtet und mir gedacht, dass der T-62 vom Style zum Alex passt, dann erst sah ich deinen Namen daneben.
Die Farbtöne fürs Staub und Dreck passen gut zum Rest, gerade der Schmutz an der Front macht was her.
Hast du die Tarnung komplett Maskiert und dann stellenweise nochmal über die Kanten mit der Airbrush genebelt? Der Mix aus harten und weicheren Kanten ist mir erst auf den zweiten Blick bewusst geworden. Interessantes Detail!

Grüße
Stephan

#14 RE: T-62 Mod. 1972, Afghanistan Intervention (Trumpeter 1:35) von Alex DeLarge 14.05.2020 18:33

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Zitat von Winterson im Beitrag #13
Hast du die Tarnung komplett Maskiert und dann stellenweise nochmal über die Kanten mit der Airbrush genebelt? Der Mix aus harten und weicheren Kanten ist mir erst auf den zweiten Blick bewusst geworden. Interessantes Detail

Ja, genau, gut beobachtet. Das ist mit Knete maskiert. Damit die Kanten nicht allzu hart sind, im Anschluß die Randbereiche mit sehr stark verdünntem Russengrün übernebelt. Der starke Kontrast wird dadurch etwas gebrochen.

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