Anbieter:
TRUMPETER
Bausatz:
Nr.01507 "German Sd.Kfz.7 KM m 11 Mittlere Zugkraftwagen 8t Late Version"
Maßstab:
1:35
Bespechung:

Die Bauanleitung in Form eines 24-seitigen Heftes.

Ein Din A4 Bogen mit Farbvorschlag

Spritzling A

Spritzling B ist 2x vorhanden

Spritzling D

Spritzling E

Spritzling WA

Spritzling WB

Spritzling WC

Spritzling WD

Spritzling WE

ein Spritzling für sich - die Pritschenplane

Spritzling TR ist 6x vorhanden

Drei Gummireifen sowie Kupferdraht & Faden für die Seilwinde

Ätzplatine WA

Ätzplatine WB

Decal- Bogen

maßstablich dünne vorgestanzte Teile für die Windschutzscheibe

Fazit:
Der Bausatz begeistert mit ausgeprägten Details in sauberem Guß. Natürlich wird man als Detailfanatiker immer Verbesserungspotential finden, aber was man hier geboten bekommt -vor Allem in Relation zum Kaufpreis- ist erstklassig und kann guten Gewissens direkt aus dem Karton gebaut werden. Trumpeter hat seine Hausaufgaben wieder einmal gemacht und alle Merkmale der späten Ausführung dieses Fahrzeuges berücksichtigt. Das betrifft auch solche Kleinigkeiten wie das Armaturenbrett. Positiv fällt auch der voll ausgestaltete Motorraum auf, ideal für Wartungsszenen mit dem Modell. Laut Bauplan kann auch die Lenkung voll beweglich gebaut werden. Die Pritsche kann man wahlweise mit oder ohne Plane bauen, die Spriegel liegen dazu separat bei.
Aufpassen sollte man im Bauplan mit den WA und WB Teile-Bezeichnungen, denn beides ist sowohl als Gußast als auch als Ätzplatine vorhanden. Wenn man also ein Teil nicht findet, nicht gleich verzweifeln, einfach mal auf Gußast bzw. im Umkehrfall auf die Ätzplatine mit der jeweiligen Bezeichnung schauen.
Etwas sauer stoßen mir persönlich die Gummireifen auf, ich bin kein Fan davon. Die Reifen weisen zwar das korrekte Profil auf, aber es ist halt Gummi. Ersatz in Form von Resin- Zubehör gibt es genug auf dem Markt, mein Rat geht aber zu den Reifen vom deutschen Zubehör-Anbieter MR Model (<<< anklicken). Diese sind speziell für die Trumpeter SdKfz.7 Bausätze und nutzen den erstklassigen Felgenstern des Trumpeter Bausatzes. Bislang hat nämlich nur Trumpeter den Felgenstern selbst und die Radnabe daran korrekt dargestellt.
Der Farbvorschlag von Trumpeter mag etwas einfarbig wirken, ist aber original. Auf mir bekannten Originalfotos von späten SdKfz.7 sind diese immer nur in einfarbig Dunkelgelb bzw. weißer Wintertarnung zu sehen.
Wie die Passung der einzelnen Bauteile ist, wird sich beim Bau zeigen. Jedoch hat Terry Ashley bereits ein kleines Manko bei den Triebrädern des Laufwerkes entdeckt. Dies ist aber ganz leicht & schnell zu beheben, er hat das ganz gut in Wort & Bild erklärt, so schaue man : klick mich, ich bin ein Link
Kurzhistorie Original:
Das SdKfz.7 wurde 1933 von Kraus-Maffei entwickelt, zunächst mit 4 Laufrollen und Maybach HL52 Motor (115 PS). Diese Fahrzeuge könnte man als "Nullserie" bezeichnen. Denn schon Ende 1934 wurde eine verbesserte Version mit nun 5 Laufrollen gebaut. Diese verbesserte Version wurde unter der Bezeichnung "KM m 8" bei Kraus-Maffei, als "DB m 8" bei Daimler-Benz und als "BN m 8" bei Büssing-NAG gebaut. In den Jahren 1935/36 wurde die Nachfolge-Version unter der Bezeichnung "KM m 9" mit einem stärkeren Motor Maybach HL57 (130 PS) gebaut. Ende 1936 begann die Produktion des "KM m 10", welcher nun den Maybach HL62 mit 140 PS verbaut bekam und sich nur im Motor vom "KM m 9" unterschied. Ab 1937 wurde schließlich die Abschluß-Baureihe "KM m 11" gebaut, welche jetzt ein Laufwerk mit 6 Laufrollen besaß. Die Baureihe "KM m 11" wurde bis 1944 von verschiedenen Herstellern in verschiedenen Ausführungen gebaut, wobei natürlich auch nach und nach Verbesserungen bzw. Vereinfachungen in die Produktion einflossen. Den letzten Stand der Verbesserungen & Vereinfachungen stellt Trumpeter in diesem Modell dar, erkenntlich am einfachen Holzaufbau anstelle des metallenen Artillerieaufbaus.
Vom erfolgreichen Konzept des SdKfz.7 wurde in Italien ein Lizenzbau in 250 Stück gefertigt, der Semincingolato Breda Tipo 61, was übersetzt "Halbkette Breda Typ 61" bedeutet. Ironischerweise wurden nach der Absetzung von Benito Mussolini im Spätsommer 1943 und der daraus resultierenden Besetzung Norditaliens durch die Wehrmacht einige Breda Typ 61 erbeutet und weiter verwendet.