[color=lightgreen]Anbieter:[/color]
REVELL
[color=lightgreen]Bausatz:[/color]
Nr.03035 "Artilleriewagen (s.Sp.)"
[color=lightgreen]Maßstab:[/color]
1:35
[color=lightgreen]Bespechung:[/color]



Spritzling A

Großspritzling mit:
Spritzling B, rechts, 2x vorhanden
Spritzling C, unten mittig, ist 2x vorhanden
Spritzling D, links, ist 2x vorhanden
Spritzling I, oben mittig, ist 1x vorhanden

Spritzling G ist 2x vorhanden

Spritzling H ist 2x vorhanden

Spritzling E

Spritzling J

[color=lightgreen]Fazit:[/color]
Der Bausatz stammt ursprünglich von Dragon aus dem Jahre 1997 und wurde bereits 1998 von Revell neu aufgelegt. Die Bauteile sind sauber und ohne Sinkstellen oder dergleichen gegossen. Auch die Detaillierung ist sehr ordentlich und hält locker heutigen Ansprüchen stand. Feiner detaillieren kann man natürlich immer. ABER bietet hierzu den Ätzteilsatz Nr.35107 "Schwere Spähwagen" an, welcher allein schon wegen der beiliegenden Anhängekupplung zu empfehlen ist. Dragon bzw. Revell hat zwar die Anhängehaken zwischen den Puffern dargestellt, die Anhängekupplung selbst jedoch vergessen. Ob diese Anhängekupplung als separates Zubehör erhältlich ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Die beiliegenden Gleisstücke machen einen ordentlichen Eindruck und sind so gestaltet, dass man ein kurzes Gleisstück, oder aber (mit weiteren Elementen) ein endloses Gleisstück bauen kann. Vorsicht beim Bau der 'hölzernen' Schwellen (Teile G2, G6 und G7). Sie haben nicht ohne Grund verschiedene Teilenummerierungen. Hält man sich hier nicht genau an die Bauanleitung , passen später die Gleise (Teile G1) nicht !
In manchen Bauberichten haben Modellbauer das Schotterbett mit echten Steinchen "aufgewertet". Dazu sei Folgendes gesagt; zur damaligen Zeit waren die Gleise nicht so frei von Unkraut wie heute. Wenn man schon nachbessern möchte, sollte man also eher Moos und kurze Gräser als feinen Schotter darstellen.
Dank einfacher und übersichtlicher Gestaltung des Bauplanes entstehen keine Fragen zur Teilepositionierung. Laut Bauplan hat man die Wahl zwischen vier, teils sehr farbenfrohen, Gestaltungsvarianten. Sämtliche mir bekannten Originalaufnahmen zeigen jedoch nur Fahrzeuge in Gelb über Alles, mit vollständig schwarzen Puffern und einfachen Balkenkreuzen. Lediglich ein Originalfoto zeigt eine verwaschene Wintertarnung.
Da ich vor Jahren schon einmal den schweren Funk- & Kommandowagen gebaut hatte (einer ungenehmigten Staubwischattacke meiner Liebsten zum Opfer gefallen), kann ich diesem, im Wesentlichen identischen Bausatz, eine hervorragende Passgenauigkeit bescheinigen. Beim Zusammenbau der vier großen Seitenteile sollte man aufpassen, sie auch wirklich ordentlich bündig untereinander und zur Dachplatte auszurichten. Sonst bereitet der Bau weder Probleme noch unangenehme Überraschungen und geht schnell von der Hand.
[color=lightgreen]Kurzhistorie Original:[/color]
Über die Panzertriebwagen ist nicht allzu viel bekannt, selbst in der gängigen Fachliteratur findet man nichts Genaues. Unklar ist selbst der offizielle Name. Manchmal werden diese Gleisfahrzeuge als 'schwerer Panzertriebwagen' bezeichnet und manchmal als 'schwere Panzerdraisine'. Fotos zeigen die Gleisfahrzeuge einzeln oder zusammengekoppelt in unterschiedlichen Zusammenstellungen. So findet man auch in der Fachliteratur diverse Meinungen zur Art und Weise der Verwendung.
Fakt ist jedoch Folgendes; Die Fahrzeuge waren spezielle Neuentwicklungen, um die für den Nachschub lebensnotwendigen Bahntrassen vor immer stärker zunehmenden Partisanenanschlägen zu schützen. Es gab drei Bauarten der schweren Panzerdraisinen. Der Infanteriewagen als Grundversion konnte Infanteristen absetzen und besaß einen Drehturm mit MG34 zur Feuerunterstützung. Der Funk- & Kommandowagen besaß zusätzlich eine leistungsstarke Funkausrüstung mit großer Rahmenantenne auf dem Dach. Der Artilleriewagen besaß den Turm des Panzer III Ausf.N und war somit eine starke Waffe gegen Infanterie, Fahrzeuge, leichtgepanzerte Fahrzeuge und auf verhältnismäßig naher Entfernung auch auf Panzerfahrzeuge (über welche Partisanen kaum verfügt haben dürften).